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Vom Dunkeln ins Licht: Aufklärung von Stoff- und Energieflüssen in arktischen mikrobiellen Ökosystemen mittels Integration genomischer Information und Umweltparametern

Antragstellerinnen / Antragsteller Professor Dr. Oliver Ebenhöh; Dr. Katja Metfies
Fachliche Zuordnung Mikrobielle Ökologie und Angewandte Mikrobiologie
Bioinformatik und Theoretische Biologie
Förderung Förderung von 2020 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 433071321
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

The arktische Ozean ist ein Ökosystem von zentraler Bedeutung für das Weltklima. Es unterliegt den stärksten Veränderungen aufgrund des menschengemachten Klimawandels. Um dieses wichtige und empfindliche Ökosystem besser zu verstehen, wurde die MOSAiC-Expedition ins Leben gerufen, auf der das Forschungsschiff Polarstern über ein Jahr im Meereis eingefroren über die nördliche Polarregion driftete, wobei ein riesiger Satz von physikalischen und biologischen Daten gesammelt wurde. In diesem Projekt haben wir insbesondere die Daten bezüglich mariner Mikroorganismen untersucht, mit dem Ziel, die Dynamik des marinen mikrobiellen Ökosystems besser zu verstehen und damit seine Bedeutung für globale Nährstoffkreisläufe besser deuten zu können. Zusätzlich zu Daten aus der MOSAiC-Expedition haben wir auch Daten von Forschungsstationen in der Fram-Straße, einer Meeresenge am Rande des Arktischen Ozeans zwischen Grönland und Spitsbergen für unsere Analyse herangezogen. Eines unserer zentralen Resultate dieses Projektes war zu zeigen, dass die jährliche Dynamik der Mikroorganismen in der Arktis eine große Regelmäßigkeit zeigen, die hauptsächlich durch die Lichtverfügbarkeit, die Temperatur und den Salzgehalt des Wassers bestimmt wird. Im Frühling jedoch, wenn die Tageslänge rasch zunimmt während des Übergangs von Polarnacht zu -tag, scheinen die entstehenden mikrobiellen Gemeinschaften unabhängig zu sein von denjenigen, die den Winter überleben. Die Daten weisen daraufhin, dass andere Faktoren hier eine größere Rolle spielen, wie zum Beispiel der Transport aus anderen Regionen durch Meeresströmungen. Darüber hinaus deuten die Daten daraufhin, dass kälteangepasste Organismen sich leichter an wärmeres Klima anpassen können, als andersherum. Mit unseren Forschungsergebnissen haben wir zum Verständnis des arktischen Ökosystems beigetragen und haben einen wichtigen Schritt in die Richtung genommen, Vorhersagen zu treffen, wie sich dieses Ökosystem unter verschiedenen zukünftigen Klimaszenarien ändert.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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