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Skalierung von Krümmungsmaßen und die modifizierte Weyl-Berry-Vermutung

Fachliche Zuordnung Mathematik
Förderung Förderung von 2020 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 433621248
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Hauptgegenstand des Projekts waren geometrische Maße und Funktionale zur quantitativen Beschreibung von deterministischen und zufälligen Fraktalen. Die Ziele waren, 1. neue Varianten dieser geometrischen Funktionale zu untersuchen, die auf der Approximation mit Vereinigungen von Boxen statt mit Parallelmengen basieren; 2. die Klasse der fraktalen Modelle zu erweitern, für die solche geometrischen Funktionale nutzbar sind, und 3. die Relevanz solcher geometrischen Maße für u.a. die Spektralasymptotik des Laplace-Operators (d.h., für Schall- und Wärmeleitung) auf Gebieten mit fraktalem Rand zu untersuchen. In allen drei Teilen des Projekts wurden nachhaltige Erfolge erzielt. Die untersuchten Funktionale basieren auf der Approximation der zu beschreibenden fraktalen Mengen mit Parallelmengen oder mit Vereinigungen von Boxen. Sie sind definiert als reskalierte Grenzwerte von aus der klassischen Geometrie bekannten Maßen. Dazu gehören Volumen- und Oberflächenmaße, Krümmungsmaße höherer Ordnung und Stützmaße. Existenzresultate für solche Funktionale (sowie Formeln zu ihrer Berechnung) konnten im Rahmen des Projekts auf weitere Klassen von Fraktalen ausgedehnt werden, u.a. auf sogenannte V-variable zufällige Fraktale und Verallgemeinerungen derselben. Es hat sich herausgestellt, dass dort nur Mittelwerte betrachtet werden können, aber die zugehörigen fraktalen Kenngrößen stimmen strukturell mit denen für klassische selbstähnliche Mengen überein. Dies wird ihre Anwendung erleichtern, die Entwicklung numerischer Verfahren steht allerdings noch aus. Ein wichtiger Schritt in Richtung Spektralasymptotik wurde getan, indem für Gebiete mit stückweise selbstähnlichem Rand die zugehörigen fraktalen Krümmungen bestimmt wurden. Im klassischen glatten Fall sowie für sehr spezielle fraktale Ränder ist aus der Literatur bekannt, dass diese Größen in Beziehung zur Asymptotik bei Wärmeleitungsproblemen stehen. Dies wird nun weiter für die oben genannten Gebiete untersucht. Ein weiterer Fortschritt sind verfeinerte Tubenformeln für Fraktale im Sinne der Theorie komplexer Dimensionen, in denen die Koeffizienten nun durch Stützmaße beschrieben werden können.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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