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Trockenes Filmprozessieren hybrider Perowskite mit maßgeschneiderten optoelektronischen Eigenschaften

Antragstellerin Professorin Dr. Anna Köhler, seit 11/2022
Fachliche Zuordnung Herstellung und Eigenschaften von Funktionsmaterialien
Förderung Förderung von 2020 bis 2023
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 434342094
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Optoelektronische Bauteile basierend auf hybriden Perowskiten als aktives Halbleitermaterial erlebten innerhalb der letzten Jahre eine rasante Entwicklung. Trotz intensiver Forschungsanstrengungen konnte sich aber noch keine einfach hochskalierbare Herstellungsmethode für hybride Perowskite etablieren, die ein hohes Maß an Kontrolle über die Schichteigenschaften bietet. Dies begründet sich durch die hohe Komplexität der aktuell verbreiteten Herstellungsweisen, bei denen Materialsynthese und Schichtbildung untrennbar miteinander verbunden sind. In diesem Projekt sollte daher verstanden werden, wie durch trockene Prozessmethoden die resultierenden optoelektronischen Eigenschaften von Perowskiten kontrolliert werden können. Das gesetzte Ziel, durch Verständnis und Kontrolle der trockenen Prozessierung maßgeschneiderte Materialien und Filme für verschiedene mögliche Anwendungen herstellen zu können, wurde erreicht. Wir konnten Pulver hybrider Perowskite durch ein Kugelmühlenverfahren herstellen und durch Trockensprühverfahren in Kombination mit einer nachfolgenden Druckbehandlung dünne und dicke Schichten für verschiedene Anwendungen herstellen. Durch die Verarbeitung der Pulver mithilfe des Trockensprühverfahrens wurden haftende Dünnschichten hergestellt werden, während die Druckbehandlung Oberflächenrauigkeiten von nur wenigen Nanometern sicherstellte. Dieses Prozessverfahren bietet auch das Potential für ein einfaches Hochskalieren ohne die Verwendung von Lösemitteln und stellt eine für diese Materialklasse neuartige Herstellungsroute von Perowskitfilmen dar, welche eine gegenüber den bestehenden Ansätzen erhöhte gesamtheitliche Prozesskontrolle bietet. Die Abhängigkeit der elektronischen Eigenschaften dieser Halbleiter von den Prozessparametern und der resultierenden Filmmorphologie wurde durch optische, elektrische und strukturelle Studien herausgearbeitet. Durch die gewonnenen Erkenntnisse gelang es, zum erstem Mal mit hybriden Perowskiten trocken prozessierte Solarzellen herzustellen, für die die Perowskitsynthese und der Solarzellenbau separat von einander ablaufen und daher je für sich optimiert werden können. Ansätze zur weiteren Entwicklung des Potentials dieser aufskalierbaren Verfahren wurden herausgearbeitet.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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