Nationales Kulturerbe. Das Kulturgutschutzgesetz im Spannungsfeld von Gemeinwohlinteressen und Privateigentum
Öffentliches Recht
Zusammenfassung der Projektergebnisse
Der Schutz vor Abwanderung ins Ausland von als „national wertvoll“ eingestuftem Kulturgut in privater Hand ist seit seinen Anfängen in der Weimarer Republik umstritten. Auch das neue Kulturgutschutzgesetz von 2016, das eine in der Bundesrepublik Deutschland seit 1955 bestehende Norm novellierte, wurde in der Öffentlichkeit im Vorfeld der Verabschiedung intensiv diskutiert und heftig kritisiert. Untersucht wurde das Gesetz bisher jedoch fast ausschließlich unter rechtlichen Gesichtspunkten. Das Projekt führte erstmals Kunsthistorikerinnen und Rechtswissenschaftler zusammen, die gemeinsam die folgenreichen Anfänge des deutschen Abwanderungsschutzes seit 1919 aufarbeiteten und das seit 1955 geltende Bundesgesetz und dessen Umsetzung auf Landesebene auf der Grundlage von umfangreichen Archivstudien evaluierten. Sie identifizierten dabei sowohl wiederkehrende Konflikte als auch praktische Probleme in der Umsetzung und im Vollzug des Gesetzes und entwickelten Vorschläge für eine Reform.
Projektbezogene Publikationen (Auswahl)
-
Nationales Kulturerbe. Nomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG.
Grimm, Dieter; Klonk, Charlotte; Kummer, Nina Kathalin & Schöllgen, Theodor
-
„Berechtigter Kulturgutschutz für Caspar David Friedrich“, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4. Juni 2024, 12
Charlotte Klonk
-
„Caspar David Friedrich als Probefall des Kulturgutschutzes“, Merkur, 904, September 2024, 40- 52
Patrick Bahners & Charlotte Klonk
