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Computerbasierte und einzelmolekulare Untersuchungen zur Rolle der Präaggregation in der rhodaminbasierten organischen Photokatalyse

Fachliche Zuordnung Physikalische Chemie von Molekülen, Flüssigkeiten und Grenzflächen, Biophysikalische Chemie
Förderung Förderung von 2020 bis 2023
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 439215932
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Ein Photon blauen Lichts hat genügend Energie, um eine kovalente molekulare Bindung zu spalten, sofern ein geeigneter Katalysator die Reaktion zwischen der Substratverbindung und dem reaktiven Photon ermöglicht. Bemerkenswerterweise können organische Farbstoffmoleküle einen solchen Vorgang durch konsekutiven Photoelektronentransfer selbst durchführen: Ein Photon wird vom Farbstoff absorbiert, um einen radikalen Zustand zu bilden, und ein zweites Photon regt das Radikal anschließend an, um die Übertragung eines Elektrons auf eine Substratverbindung zu ermöglichen, wodurch eine Bindung gebrochen wird. Wir haben diesen Prozess in einem Modellsystem untersucht, das ein Rhodamin-Farbstoffmolekül und ein Brombenzonitril-Akzeptormolekül umfasst, um die Auswirkungen veränderter Reaktionsbedingungen zu erforschen: nämlich Photonenfluss und Substratkonzentration. Unsere vorläufigen Experimente, die auf der Ebene eines einzelnen Farbstoffmoleküls durchgeführt wurden, deuteten darauf hin, dass Substrat und Photokatalysator vorassoziieren, so dass die eigentliche Reaktion nicht durch die molekulare Diffusion in der Lösung begrenzt wird. Unser Ziel war daher auch die Energetik einer solchen Vorassoziation durch Berechnungen der elektronischen Struktur im angeregten Zustand zu untersuchen. Die Anpassung der bestehenden Theorie an dieses Problem erforderte erhebliche Anstrengungen bei der Prüfung und Verbesserung der Berechnungsmethoden, die jedoch letztendlich erfolgreich waren. Obwohl dieses gemeinsame Theorie-Experiment-Projekt zunächst durch Experimente ausgelöst wurde, fanden wir die weitere Erforschung des verfügbaren Parameterraums überraschend herausfordernd. Im Laufe des Projekts haben wir daher die experimentellen Ziele angepasst, um sowohl einige grundlegende Aspekte von Photonenkorrelationsmessungen auf Einzelmolekülebene zu erforschen als auch neue nichtlineare optische Pump-Sonde-Schemata zu entwickeln, die auch auf molekülartige zweidimensionale Halbleiter angewandt wurden.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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