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Interaktion zwischen Eosinophilen und Aspergillus fumigatus während einer allergischen Lungenentzündung
Antragsteller
Professor Dr. Sven Krappmann; Professor Dr. David Vöhringer
Fachliche Zuordnung
Medizinische Mikrobiologie und Mykologie, Hygiene, Molekulare Infektionsbiologie
Immunologie
Immunologie
Förderung
Förderung seit 2020
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 442860406
Der ubiquitäre Schimmelpilz Aspergillus fumigatus ist ein häufiger Verursacher von allergischen Lungenentzündungen, die sich als allergische bronchopulmonale Aspergillose (ABPA) manifestieren können. Eosinophile Granulozyten spielen eine zentrale Rolle bei der Immunantwort auf die allergische Entzündung. Jedoch ist die Interaktion dieser Effektorzellen mit dem Pilzerreger im entsprechenden Kontext nur unzureichend verstanden. Frühere Arbeiten der kollaborierenden Forschungsgruppen haben die antimykotische Aktivität von Eosinophilen gegenüber A. fumigatus und ihre Aktivierung bei Konfrontation mit diesem Pilzerreger untersucht. So konnten wichtige Komponenten der Signalkaskaden, die an der Aktivierung der Eosinophilen durch A. fumigatus beteiligt sind, validiert werden. Hinsichtlich der relevanten Pilzmerkmale konnte ein Einfluss extrazellulärer proteolytischer Aktivitäten nachgewiesen werden; darüber hinaus wurden pilzliche Transkriptionsfaktoren identifiziert, die das Transkriptom bei der Interaktion mit Eosinophilen bestimmen und die nun weiterführend charakterisiert werden müssen. Basierend auf diesen vorangegangenen Ergebnissen sollen in der folgenden Förderperiode spezifische Forschungsziele verfolgt werden, wie z.B. die Rolle von extrazellulären Proteasen von A. fumigatus und des PAR-2-Rezeptors bei der Aktivierung menschlicher eosinophiler Granulozyten, sowie die zelluläre Funktion von pilzlichen Transkriptionsfaktoren, die diese Interaktion beeinflussen. Darüber hinaus soll die Auswirkung von durch A. fumigatus aktivierten Eosinophilen auf die Genexpression und den Stoffwechsel anderer Zellen im Lungenmilieu untersucht werden. Außerdem sollen die Auswirkungen dieses Zusammenspiels auf Lungenepithelzellen in komplexen Zellkulturmodellen, wie z. B. Lungenorganoiden, charakterisiert werden. All diese komplementären Forschungsanstrengungen versprechen, ein bisher wenig untersuchtes Szenario an der Schnittstelle zwischen Pilzerreger und Wirtsimmunität detaillierter zu beleuchten.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
