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Sphingosine inhalation as a novel treatment for bacterial pneumonia

Subject Area Clinical Infectiology and Tropical Medicine
Cardiac and Vascular Surgery
Term from 2021 to 2024
Project identifier Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Project number 444681755
 
Final Report Year 2024

Final Report Abstract

Der vorliegende Antrag baute auf unseren Studien auf, die zeigen konnten, dass Sphingosin bereits in nano- bis mikromolaren Konzentrationen verschiedene Pathogene, wie z.B. Pseudomonas aeruginosa, Staphylococcus aureus (sogar Methicillin-resistente S. aureus-Stämme, MRSA), Acinetobacter baumannii, Haemophilus influenzae, Moraxella catarrhalis, und Burkholderia Stämme sowohl in vitro als auch nach Inhalation in Lungen von Mäusen abtötet. Diese Pathogene spielen insbesondere bei bakteriellen Pneumonien und hier insbesondere wieder bei Patienten mit zystischer Fibrose eine wichtige Rolle. Im vorliegenden Projekt untersuchten wir, ob Sphingosin auch in Lungen von Hausschweinen, die menschlichen Lungen sehr ähnlich sind, Bakterien nach Inhalation tötet. Dazu wurden die Lungen nach Töten der Schweine entnommen und extrakorporal ventiliert und perfundiert. In diesem Set-up ist es möglich, die Lungen mit Bakterien zu infizieren und anschließend mit Sphingosin zu inhalieren. Extrakorporale Ventilation und Perfusion von Lungen wird zunehmend vor der Transplantation von Lungen mit den Spenderlungen durchgeführt, da durch die Qualität der Lungen verbessert werden kann. Wir konnten zeigen, dass bereits eine einmalige Inhalation von Sphingosin pulmonale Infektionen mit multiresistenten Pseudomonas aeruginosa und Staphylococcus aureus innerhalb von 60 Minuten stark supprimiert. Die Inhalation von Sphingosin hatte keine Nebenwirkungen. Unsere Daten bilden die Grundlage für eine mögliche weitere Entwicklung von Sphingosin zur inhalativen Behandlung von Lungeninfektionen, insbesondere bei Infektionen mit multiresistenten P. aeruginosa und S. aureus Stämmen. Es war geplant, im Antrag Sphingosin auch in humanen Empfängerlungen (z.B. von CF-Patienten) mit Infektionen zu testen. Wir haben dies probiert, jedoch ergaben sich technische Probleme, da die Lungen auf Grund der schweren Entzündungen und insbesondere der vielen Verklebungen nicht für Untersuchungen im Sinne der extrakorporal ventilierten und perfundierten Lunge verwendet werden können. Wir verfolgen zurzeit verschiedene Ansätze, diese Probleme zu lösen.

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