Aufbau einer allgemein zugänglichen 252Cf-Quelle zur Verbesserung der Produktion von internen Spaltspurlängen für die Apatit-Spaltspuren-Thermochronologie
Zusammenfassung der Projektergebnisse
Ziel dieses Projekts war der Bau einer Laborapparatur für die Bestrahlung von Apatit- Spaltspurproben mit Spaltfragmenten. Diese werden aus einer radioaktiven Quelle 252Cf gewonnen. Die Quelle wird unter Vakuum verwendet und befindet sich hinter einer ausreichenden Abschirmung, so dass keine Gefahr der Exposition durch Radioaktivität besteht. Das gesamte Gerät ist in einem gesicherten Raum untergebracht. Der Grund für den Bau dieser Ausrüstung ist die Erhöhung der Anzahl der eingeschlossenen Spaltspuren, die in Apatitkristallen gemessen werden können. Diese Informationen werden für die thermische Modellierung verwendet. Mit Hilfe einer großen Anzahl von Messungen eingeschränkter Spaltspuren kann man ein inverses thermisches Modell erstellen, das den Abkühlungspfad einer Probe durch den Temperaturbereich von ~120-60°C zeigt; dies entspricht der Abkühlung einer geologischen Probe durch die oberen 3-5 km der Kruste. Eine solche Abkühlung spiegelt häufig eine Kombination aus tektonischen Kräften und klimatisch beeinflusster Erosion wider. Ziel dieses Projekts ist es daher, die Sammlung thermochronologischer Daten von Apatitspuren zu verbessern, um eine bessere Modellierung tektonischer und klimatischer Wechselwirkungen in der oberen Kruste zu ermöglichen. Die Anlage steht nun allen deutschen Labors zur Verfügung, die Apatit-Spaltspurenanalysen durchführen.
