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Make, Buy, Join: Analyse von Plattformstrategien etablierter Unternehmen

Antragsteller Dr. Maximilian Schreieck
Fachliche Zuordnung Accounting und Finance
Datenmanagement, datenintensive Systeme, Informatik-Methoden in der Wirtschaftsinformatik
Förderung Förderung von 2020 bis 2022
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 444990299
 
Erstellungsjahr 2022

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Das Forschungsprojekt „Make, Buy, or Join: Analyse von Plattformstrategien etablierter Unternehmen“, gefördert im Rahmen des Walter-Benjamin-Programmes, widmete sich der Frage, ob und wie etablierte Firmen mit digitalen Plattformen erfolgreich sein können. Diese Fragestellung gewann auch während des Projektzeitraumes an Bedeutung, da einerseits der Erfolg der IT-Unternehmen mit digitalen Plattformen weiter zunahm und anderseits nur wenige etablierte Unternehmen Erfolge vorweisen konnten. Die erste Studie des Projektes beschäftige sich mit Plattformstrategien in der Finanzindustrie. Mithilfe der Event-Study- Methode konnte gezeigt werden, dass Banken, die ankündigen digitale Plattformen aufzubauen, bessere Börsenbewertungen erzielen als die, die keine Plattformstrategien umsetzen. Weiterhin konnte gezeigt werden, dass multinationale Banken dabei einen stärken Anstieg der Börsenbewertung verzeichnen als nationale Banken. Der Fokus der Studie lag dabei auf der „Make“ Strategie, also der internen Implementierung einer digitalen Plattform, da dies der vorherrschende Ansatz in der Finanzindustrie war. In der zweiten Studie des Projektes wurde der Fokus erweitert und die Plattformstrategien der 1500 größten, börsennotierten US-Unternehmen untersucht. Dabei wurde zwischen der Make- und der Buy-Strategie unterschieden. Es konnte gezeigt werden, dass lediglich die Make-Strategie einen positiven Effekt auf das Wachstumspotential von Unternehmen hat, die Buy-Strategie zeigte dagegen einen kurzfristigen negativen Effekt. Weiterhin zeigte sich ein moderierender Einfluss des Top-Management-Teams. Insbesondere, wenn Unternehmen einen „Chief Digitalization Officer“ beschäftigen, konnte sich eine organische Umsetzung einer Plattformstrategie positiv auf das Wachstumspotential darstellen. Die Ergebnisse des Projektes dienen dabei als Grundlage für weitere Forschung zu digitalen Plattformen. Zum einen ist weitere Forschung nötig, um Unterschiede zwischen Industrien herauszuarbeiten. Zum anderen kann die Rolle des Top-Management-Teams noch detaillierter untersucht werden, indem zum Beispiel weitere Eigenschaften der Mitglieder des Top-Management-Teams wie deren Laufbahn berücksichtigt werden.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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