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Analyse des Einflusses von Spendergewebemerkmalen auf das Ergebnis der Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty (DMEK)

Antragstellerin Dr. Silvia Schrittenlocher
Fachliche Zuordnung Augenheilkunde
Förderung Förderung von 2020 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 446812117
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Ziel des vorliegenden Projektes war es eine umfassende Bewertung der Spendermerkmale und ihres Einflusses auf das klinische Ergebnis der DMEK-Operation zu liefern. Wir konnten zeigen, dass Komorbiditäten des Spenders eine wichtige Rolle für das Präparationsverhalten der inneren Schichten einer Spenderhornhaut für die DMEK-Chirurgie spielen. Weiterhin wurde ein Scoring anhand von vier Kriterien entwickelt um die Präparation um die Schwierigkeit der Transplantatpräparation zu definieren: 1) Vorhandensein von zentralen Descemet-Membran (DM)-Adhärenzen, 2) Vorhandensein von peripheren DM-Adhärenzen, 3) Auftreten von DM-Splitting und 4) Brüchigkeit des DM-Komplexes. Die wichtigsten Komorbiditäten, die die Transplantatpräparation eines vom Chirurgen vorbereiteten DMEK-Transplantats negativ beeinflussen, sind Diabetes mellitus, frühere Kataraktoperationen, Herzinsukizienz und chronische Nierenerkrankungen. Darüber hinaus stieg mit jedem Jahr, das das Alter des Spenders zunahm, die Wahrscheinlichkeit einer sehr schwierigen Präparation um 3 %. Dies sollte bei der Auswahl und Vorbereitung des Spendergewebes für die DMEK-Operation entweder durch den Chirurgen oder eine Hornhautbank berücksichtigt werden. Bezogen auf das postoperative Outcome, so fanden wir keinen Zusammenhang zwischen schwieriger Präparation (einschließlich Gewebeverlust während der Präparation) und visuellem Ergebnis, Rebubbling-Rate, Immunreaktionen, Endothelzellverlust oder Transplantatverlusten.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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