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MusiVal – Methodenvalidierung unterstützen durch situationsgerechte Validierungsaktivitäten
Fachliche Zuordnung
Konstruktion, Maschinenelemente, Produktentwicklung
Förderung
Förderung seit 2020
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 447357425
Um sicherzustellen, dass Produktentwicklungsmethoden (PE-Methoden) den antizipierten Beitrag zur Produktentwicklung leisten und die Denkweise von Produktentwickler*innen positiv beeinflussen, ist ihre Validierung ein zentraler Schritt. Die Validierung von PE-Methoden stellt aber weiterhin eine zentrale Herausforderung für Methodenforschende dar. Das Vorgängerprojekt MProvE adressierte die Herausforderung des Übergangs von übergeordneten Forschungsmethodiken zu konkreten Validierungsaktivitäten durch die Entwicklung eines auf Objektivität und Reproduzierbarkeit von Erkenntnissen ausgerichteten Vorgehensmodells. Dieses ermöglicht es den Forschenden, sich in die Struktur-, Wirkungs- und Leistungsvalidierung einzuordnen, den Validierungsfortschritt zu unterscheiden und darauf aufbauend die Art und Abfolge der erforderlichen Studien zu identifizieren, für die unterstützende Validierungsaktivitäten genutzt werden können. Für die Struktur- und Wirkungsvalidierung wurden zudem unterstützende Validierungsaktivitäten entwickelt und evaluiert. Dabei verbleibt das Problem, dass es für die von einer Vielzahl an Randbedingungen beeinflusste Leistungsvalidierung keine geeigneten Validierungsaktivitäten gibt. Solche Randbedingungen sind zum Beispiel der Zeithorizont des Nutzens oder die Häufigkeit des Auftretens des Problems. Dieser Folgeantrag zielt daher darauf ab, die Objektivität und Reproduzierbarkeit der Ergebnisse in der Leistungsvalidierung von PE-Methoden durch Validierungsaktivitäten unter Berücksichtigung der Randbedingungen der Methodenforschungsprojekte zu stärken. Zu diesem Zweck wird zunächst mittels einer Interviewstudie ein ganzheitliches Bild über die Randbedingungen in Methodenforschungsprojekten erarbeitet. Die Erkenntnisse daraus werden anschließend genutzt, um am PKT eine Validierungsaktivität für das Validierungskriterium Anwendbarkeit und am IPEK eine Validierungsaktivität für das Validierungskriterium Effektivität von PE-Methoden für die Leistungsvalidierung zu entwickeln und evaluieren. Die Evaluation der Validierungsaktivitäten erfolgt in drei aufeinander aufbauenden Studien: Es findet eine Evaluation mit anderen Forschenden statt, dann wird eine Probandenstudie am Lehrstuhl, der die Validierungsaktivität jeweils entwickelt hat, durchgeführt und abschließend eine Probandenstudie als Kreuzevaluation am jeweils anderen Lehrstuhl durchgeführt. Zudem werden die Randbedingungen in das Vorgehensmodell aus dem Vorgängerprojekt MProvE integriert, dieses in Form einer Webseite digitalisiert und so eine situationsgerechte Auswahl und Planung der Validierungsaktivitäten zur Leistungsvalidierung ermöglicht. Als Ergebnis des Forschungsvorhabens entstehen folglich zwei Validierungsaktivitäten für die Leistungsvalidierung und eine Webseite, die Vorgehensmodell und Validierungsaktivitäten aus den Projekten MProvE und MusiVal für den Transfer zusammenführt. Dies ist eine wesentliche Grundlage für die transparente und vergleichbare Leistungsvalidierung.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
