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Polymorphismus von ATTR-Amyloidfibrillen aus menschlichem Gewebe

Fachliche Zuordnung Strukturbiologie
Biochemie
Förderung Förderung von 2020 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 447874287
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Die systemische Amyloidprotein Transthyretin (ATTR)-Amyloidose ist eine seltene aber schwerwiegende Erkrankung, die auf der Bildung von pathogenen Aggregaten und Amyloidfibrillen in unterschiedlichen Organen beruht. ATTR-Amyloidfibrillen entstehen durch Fehlfaltung des Blutproteins Transthyretin (TTR) oder von Fragmenten desselben, wobei sich die native Tetramer-Struktur in eine abnormale, pathogene Konformation umfaltet. Für das genaue mechanistische Verständnis dieses grundlegenden biochemischen Prozesses und ein mögliches Design spezifischer Liganden ist die genaue Kenntnis der pathogenen Struktur essentiell. In diesem translationalen Projekt wurden ATTR-Amyloidfibrillen bestehend aus Wildtyp (WT)-TTR und verschiedenen TTR-Mutanten aus Patientengewebe extrahiert und in ihrer Struktur mittels Kryo-Elektronenmikroskopie (Kryo-EM) aufgeklärt. Dabei zeigte sich bei allen von uns gelösten Strukturen eine identische Faltung des Fibrillenproteins und eine gleichartige Fibrillenstruktur. Die Schlussfolgerungen des Projekts sind, dass es gemeinsame mechanistischen Schritte während der pathogenen Fehlfaltung in unterschiedlichen Patienten gibt und dass die variable Symptomatik der betroffenen Patienten nicht durch unterschiedliche Fibrillenmorphologien erklärt werden kann.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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