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Die genomische Analyse der Korrelationen und der Kausalitäten zwischen quantitativen Merkmalen in der Milchrinderzucht

Fachliche Zuordnung Tierzucht, Tierernährung, Tierhaltung
Förderung Förderung seit 2020
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 448536632
 
Die Zuchtziele in Milchrinderzuchtprogrammen umfassen Merkmale der Milchleistung sowie Fruchtbarkeits- und Gesundheitsmerkmale und funktionale Langlebigkeit. Merkmale der Futtereffizienz werden zukünftig mit in das Zuchtziel aufgenommen. Moderne genomische Methoden und große Datensätze ermöglichen eine genaue und umfassende Analyse der genetischen Architektur der Zuchtmerkmale. Das Ziel des Forschungsprojektes ist die Analyse der gemeinsamen genetischen Architektur, der Korrelationen und der Kausalitäten multipler Zuchtmerkmale bei der bedeutenden Milchrinderrasse Deutsche Holsteins. Im Fokus stehen dabei zum einen Merkmale der Milchleistung und der Futtereffizienz und zum andren Gesundheits- und Fruchtbarkeitsmerkmale. Die folgenden drei Hypothesen werden dabei getestet. (i) Eine umfassende und detaillierte Analyse der genetischen Korrelationen zwischen den quantitativen Zuchtmerkmalen mit modernen genomischen Methoden ermöglicht die Identifikation von evolutionären und funktionellen Genomregionen, die für die gemeinsame genetische Architektur von besonderer Bedeutung sind. (ii) Die Kartierung von pleiotropen und merkmalsspezifischen Genvarianten ermöglicht die Identifikation von gemeinsamen und merkmalsspezifischen metabolischen Pfaden und dadurch die Aufdeckung von kausalen Zusammenhängen multipler Merkmale. (iii) Hohe Milchleistungen und hohe Futtereffizienz fördern kausal die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Krankheiten und Fruchtbarkeitsproblemen. Diese Hypothesen werden mit innovativen genomischen Methoden und sehr großen und disruptiven Datensätzen (150K Kühe mit umfassenden Merkmalserhebungen und imputierten Genomsequenzen) analysiert. Die Ergebnisse sind von großer Bedeutung sowohl bei der Interpretation von Merkmalszusammenhängen als auch bei der weiteren Zucht auf hohe Leistungen in Bezug auf Gesundheits- und weitere Fitnessmerkmale.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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