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Berostung von ‚Apple‘ Mango: Ursache, Konsequenzen und Management

Fachliche Zuordnung Pflanzenbau, Pflanzenernährung, Agrartechnik
Förderung Förderung von 2020 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 448601884
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Die erzielten Ergebnisse werden wie folgt zusammengefasst: Berostung ist ein Oberflächendefekt der Mangosorte „Apple“. Der Anteil berosteter Oberfläche nahm während der Entwicklung zu. Mikroskopische Querschnitte zeigten Stapel von Phellemzellen, typisch für ein Periderm. Das Ausmaß der Berostung unterschied sich zwischen Standorten. Über alle Standorte hinweg korrelierte Brostung positiv mit der Niederschlagsmenge, der Anzahl an Regentage und der Anzahl kalter Nächte, jedoch negativ mit der Minimum-, Maximum- und der mittleren Tagestemperatur, der Taupunkttemperatur und der Wärmesumme. Im Vergleich zu nicht berostungsanfälligen „Tommy Atkins“ hatten berostungsempfindliche „Apple“ kleinere Früchte und eine geringere Wachstumsrate. Die Lentizelldichte nahm während der Entwicklung ab und war bei „Apple“ geringer als bei „Tommy Atkins“. Die mittlere Lentizellenfläche vergrößerte sich während der Entwicklung und war bei „Apple“ durchweg größer als bei „Tommy Atkins“. Die geringere Synthese von Kutikula, die höhere Spannungs- und Dehnungsrelaxation nach dem Ausstanzen, nach der Isolierung der Kutikula und nach Wachsextraktion sowie die mechanisch schwächere Kutikula waren für die hohe Berostungsanfälligkeit der „Apple“ Mango verantwortlich. Oberflächenfeuchtigkeit führte bei „Apple“ Mango zur Bildung von Mikrorissen in der Kutikula. Nach Beendigung der Feuchtigkeitsexposition nahm die Zahl der Mikrorisse wieder ab. Dies deutet auf Reparaturprozesse hin, die die Barriereeigenschaften der Kutikula wiederherstellen. Feuchtigkeitsbedingte Mikrorisse erklären auch die positive Korrelation zwischen der Anzahl der Regentage an einem Standort und dem Grad der Berostung. Die Häufigkeit von Lentizellen je Flächeneinheit nahm während der Entwicklung ab. Die Anzahl der Lentizellen pro Frucht blieb konstant. Nach 78 Tagen nach Vollblüte (TnVB) hatte sich unter der Lentizelle ein Periderm gebildet. Nach 110 und 161 TnVB hatten sich weitere Risse gebildet und das Periderm ausgedehnt. Lentizellen erhöhten die Dehnungsrelaxation nach Isolation eines Epidermissegments, nach Isolation der Kutikula und nach Wachsextraktion. Oberflächenfeuchtigkeit vergrößerte die Lentizellen und förderte Mikrorissbildung in der Kutikula. Berostung beginnt bei „Apple“ Mango an Lentizellen und wird durch Oberflächenfeuchtigkeit gefördert. Eintüten der Früchte in Papiertüten verhindert die Berostung. Eingepackte Früchte haben kleinere Lentizellen und weniger Mikrorisse als nicht eingetütete Kontrollfrüchte. Allerdings waren eingetütete Früchte weniger gut ausgefärbt. Es gab keine nennenswerten weiteren Qualitätsunterschiede durch das Eintüten. Damit stellt Eintüten eine wirksame Maßnahme zur Verhinderung von Berostung bei „Apple“-Mango dar.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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