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Technology Meets Testimony [TMT] – An international and interdisciplinary research network investigating the future of Holocaust survivor testimonies

Subject Area Education Systems and Educational Institutions
Term from 2020 to 2024
Project identifier Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Project number 448804276
 
Final Report Year 2024

Final Report Abstract

Das DFG-Netzwerk „Technology Meets Testimony“ hat interaktive digitale 3D-Zeugnisse von Holocaust-Überlebenden als innovative mediale und bildungswissenschaftliche Formate erforscht und weiterentwickelt. Ziel war es, diese Technologien mit interdisziplinären Ansätzen aus Geschichts-, Sprach-, Literatur-, Bildungs- und Sozialwissenschaften zu verknüpfen, um zur historischen Bildung, Erinnerungskultur sowie zur Förderung von Empathie und kritischer Reflexion beizutragen. Methodologische Ansätze wurden entwickelt, um interaktive Zeugnisse in schulische und museale Bildungskontexte zu erforschen. Dabei spielten neue Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) und Virtual Reality (VR) sowie die Kooperation mit internationalen Partnern und Holocaust-Überlebenden eine zentrale Rolle. Die Pandemie beeinflusste die Projektumsetzung erheblich, wodurch Arbeitstreffen zunächst ausschließlich online stattfanden. Trotz der Einschränkungen zeigte das Netzwerk eine bemerkenswerte Dynamik. Mit der Aufhebung der Reisebeschränkungen ab 2022 konnten persönliche Treffen und internationale Forschungsreisen stattfinden, die den interkulturellen Dialog stärkten und die Weiterentwicklung der Projektergebnisse ermöglichten. Technologische Innovationen wie Fortschritte in der Spracherkennung und immersive Technologien wurden untersucht, um die Zugänglichkeit und emotionale Wirksamkeit interaktiver Zeugnisse zu erforschen. Gleichzeitig wurden ethische und methodologische Herausforderungen adressiert, etwa die Sicherstellung der Barrierefreiheit und die Anpassung an diverse Nutzer:innengruppen. Im Rahmen des Netzwerks entstehen fünf Dissertationen, die unterschiedliche Aspekte der Thematik behandeln. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit des Netzwerks umfasste zahlreiche Expert:innen aus verschiedenen Fachbereichen, die zur Qualität und Vielfalt der Ergebnisse beitrugen. Regelmäßige Treffen sowie Gastvorträge und Zeitzeugengespräche mit den Holocaust-Überlebenden Pinchas Gutter, Kurt S. Mair und Agnes Kaposi bereicherten das Projekt. Die Ergebnisse wurden in zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen festgehalten und werden in einem Sammelband zusammengeführt, der 2025 erscheint. Dieser Band bietet Ansätze für den Einsatz digitaler Zeugnisse in Bildungseinrichtungen, Museen und Gedenkstätten und markiert einen Paradigmenwechsel im Umgang mit interaktiven digitalen Formaten, indem er Technologie, historische Erzählungen und Bildungsprozesse neu verknüpft.

Publications

 
 

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