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Datierung von Karbonatpräzipitaten in Basalten vom Louisville seamount trail: Anhaltspunkte für lang anhaltende Wechselwirkungen zwischen Meerwasser und Meeresboden

Fachliche Zuordnung Mineralogie, Petrologie und Geochemie
Förderung Förderung von 2020 bis 2021
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 448970447
 
Erstellungsjahr 2022

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Unsere Altersdatierungen von Karbonatpräzipitaten ist die erste Studie dieser Art an vulkanischen Tiefseebergen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Karbonatbildung in Seebergen zum allergrößten Teil innerhalb der ersten 20 Ma nach der Entstehung der Seeberge stattfindet - ganz ähnlich wie im vulkanischen Gestein an mittelozeanischen Rückenflanken - obwohl die Zirkulation von Meerwasser durch das Gestein weitaus weniger von mächtigen Sedimentstapeln unterbunden wird als es an Rückenflanken der Fall ist. Dies lässt darauf schließen, dass das Ende der Karbonatfällung nicht in erster Linie mit dem Vorhandensein von Sediment und somit dem Ende der Meerwasserzirkulation durch das Gestein bedingt ist, sondern von anderen Faktoren bestimmt wird. Wir vermuten, dass insbesondere die Reaktivität des Wirtsgesteins ausschlaggebend dafür ist wie lange Karbonat gebildet werden kann. Das Wirtsgestein steuert maßgeblich die chemischen Bedingungen während der Meerwasser-Gesteins-Wechselwirkungen; es sorgt dabei für die notwendige Alkalinität, die zur Karbonatsättigung führt und damit zur Bildung der Karbonate nötig ist. Unserer Interpretation nach ist ebendiese Alkalinität nach wenigen Ma nach Entstehung der Seeberge ausgereizt, so dass keine weitere Karbonatfällung stattfinden kann. Diese Ergebnisse lassen darauf schließen, dass das Potential von Tiefseebergen Kohlenstoff aufzunehmen geringer ist als möglicherweise angenommen - denn es wird nach 20 Ma kaum noch Kohlenstoff in Form von Karbonatpräzipitaten gebunden, auch wenn über diese Zeitspanne hinaus noch Meerwasser durch die Seeberge hindurchzirkuliert.

 
 

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