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Identifikation humaner Genpolymorphismen und deren Einfluss auf Staphylokokkeninfektionen

Fachliche Zuordnung Medizinische Mikrobiologie und Mykologie, Hygiene, Molekulare Infektionsbiologie
Förderung Förderung von 2020 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 449712894
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Staphylococcus aureus ist ein gefährlicher Krankheitserreger, der unter Verwendung von verschiedenen Immunevasionsstrategien lokale und invasive Infektionen auslöst. Wirtsfaktoren und genetische Variationen, welche Staphylokokken-Erkrankungen im menschlichen Wirt beeinflussen, sind jedoch weitgehen unbekannt. Entsprechend zielte dieses Forschungsprojektes vorwiegend darauf ab, Wirtsfaktoren und etwaige genetische Polymorphismen zu identifizieren, die die Pathogenese von S. aureus Infektionen beeinträchtigen. Um diese Elemente zu identifizieren, wurden in menschlichen Immunzellen mittels CRISPR/Cas9-Mutagenese spezifische Gene der apoptotischen Signalwege genetisch manipuliert. Dies half, den Einfluss der entsprechenden Faktoren während S. aureus Infektionen in Zellkulturmodellen simulieren zu können. Gleichzeitig konnte im Rahmen und unter der Verwendung eines Mausmodells gezeigt werden, dass apoptotische Signalkasaden eine entscheidende Rolle bei der Empfindlichkeit des Wirts gegenüber S. aureus spielen. Basierend auf diesen Erkenntnissen wurden weitere gentechnische Arbeiten verwendet, um Einzelnukleotidpolymorphismen (SNPs) in wichtigen genetischen Elementen des intrinsischen Apoptosewegs des Wirts zu identifizieren, die die Anfälligkeit von Immunzellen gegenüber Staphylokokken entscheidend beeinflussen. Auf diese Weise wurden verschiedene SNPs entdeckt, welche Immunzellen des Wirts vor den zytotoxischen Eigenschaften von aus S. aureus stammenden Effektor-Nukleosiden schützen, die Mitochondrien zerstören und die Apoptose-Zelltod-Achse aktivieren. Schlussendlich konnte durch diese Studie ein für die Pathogenese von S. aureus wichtiger Signalweg entdeckt werden, auf Basis dessen Entdeckung zukünftig neue immunmodulatorische Therapiestrategien etabliert werden könnten.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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