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Beschreibung des Ermüdungsverhaltens gewebeverstärkter Faser-Kunststoff-Verbunde unter kombinierter interlaminarer Schub- und out-of-plane Druckbeanspruchung

Fachliche Zuordnung Polymere und biogene Werkstoffe und darauf basierende Verbundwerkstoffe
Leichtbau, Textiltechnik
Förderung Förderung von 2020 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 450147819
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Forschungsgegenstand des Vorhabens war die experimentelle Untersuchung des Ermüdungsverhaltens gewebeverstärkter Faser-Kunststoff-Verbunde (FKV) mit duroplastischer Matrix unter kombinierter interlaminarer Schub- und out-of-plane-Druckbeanspruchung. Aufbauend darauf wurden Modelle entwickelt, die künftig eine schadenstolerante Auslegung von FKV-Komponenten unter Berücksichtigung der Gewebelagenarchitektur in hochbelasteten Primärstrukturen (z. B. Fan Blades, Profilwellen, Flugzeugrümpfe) ermöglichen. Im Fokus stand das interlaminare Risswachstum in Abhängigkeit von konstanter out-of-plane-Druckbelastung und Gewebestruktur. Hierzu wurde eine gemeinsam entwickelte biaxiale Prüfmethode weiter optimiert. Es wurden Methoden zur experimentellen Bestimmung bruchmechanischer Kennwerte wie Delaminationslänge und Spannungsintensitätsfaktoren eingesetzt. Ergänzend kamen Algorithmen der Bildverarbeitung (machine learning (ML)) sowie die Methode des virtuellen Zwillings zur Anwendung. Unter Annahme der linear-elastischen Bruchmechanik wurden aus den zyklischen Versuchen Energiefreisetzungsraten in Abhängigkeit von Gewebeverstärkung und Belastungskombination abgeleitet. Neben der neuen biaxialen Prüfmethode (Instron 8800) wurden Standardverfahren wie Double-Cantilever-Beam und End-Notched-Flexture zur Charakterisierung ohne Drucküberlagerung genutzt. Verbesserte CT-Analysen ermöglichten eine detaillierte Erfassung der Gewebearchitektur dreier ausgewählter Leinwandgewebe. Diese Daten flossen in Multiskalensimulationen ein, um den Einfluss der Gewebestruktur auf das Delaminationsverhalten unter Druck zu beschreiben. Der Abgleich mit experimentellen Daten erlaubte die Identifikation und Trennung von Einflussfaktoren wie Risssprünge mithilfe von Korrelationsanalysen. Zur integrativen Auswertung kamen Methoden aus dem ML zum Einsatz – darunter überwachte und nicht-überwachte Verfahren wie Klassifikations-, Regressions- und Clusteringmodelle. Ziel war die Ableitung vorhersagefähiger Risswachstumsgesetze (z. B. Paris-Erdogan) und Wöhlerkurven für die schadenstolerante Auslegung gewebeverstärkter FKV.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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