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Simulationsgestützte Werkzeug- und Prozessauslegung beim Microfinishen mit metallisch gebundenen Honwerkzeugen

Fachliche Zuordnung Spanende und abtragende Fertigungstechnik
Förderung Förderung von 2021 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 450792335
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Aufbauend auf den Ergebnissen des vorangegangenen Grundlagenprojektes wurden innerhalb dieses Ergebnistransfers Untersuchungen zur Herstellung konvexer Konturen mittels Microfinishen durchgeführt und Simulationsmodelle zur prototypischen Prozess- und Werkzeugauslegung entwickelt. Die ursprünglichen Erkenntnisse wurden dazu prototypisch auf eine industrielle Anwendung und ein neues Werkzeugkonzept übertragen. Hierzu haben das Institut für Spanende Fertigung (ISF) und der Lehrstuhl Virtual Machining (VM) gemeinsam mit mehreren Industriepartnern die notwendigen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten durchgeführt. Auf Basis technologischer Untersuchungen erfolgte zunächst die Definition einer geeigneten Prozesskette für das Profilieren, Schärfen sowie das Einlaufen metallisch gebundener Honwerkzeuge. Parallel dazu wurde eine geometrisch-physikalische Honsimulation mit dem Ziel entwickelt, unterschiedliche Werkzeugkonfigurationen, bspw. durch eine Variation der Korngröße oder der Werkzeuggestalt, und Prozesskenngrößen im Hinblick auf die resultierende Kontur der bearbeiteten Wellenabsätze analysieren und gezielt einstellen zu können. Zur detaillierten Abbildung der komplexen Prozessführung wurden neben der Modellierung der Kraftregelung weitere Modelle entwickelt, welche bspw. bei der Berechnung der Einzelkornkraft die Orientierung der Korntopographie in Relation zur Schnittrichtung berücksichtigten. Die Ergebnisse der experimentellen Werkzeug- und Prozessanalyse konnten dazu eingesetzt werden, die Simulationsparametrierung zu optimieren und den Einfluss unterschiedlicher Werkzeugkonfigurationen auf die resultierende Werkstückgestalt zu analysieren. Durch die gewonnenen Erkenntnisse konnten die Projektpartner reproduzierbare Ergebnisse für die Werkzeugkonditionierung durch die neu entwickelten Methoden erzielen. Zusätzlich konnte das Potenzial aufgezeigt werden, durch eine simulationsgestützte Werkzeugauslegung den ökonomische Aufwand bei der Werkzeugentwicklung für die Projektpartner perspektivisch zu reduzieren.

Link zum Abschlussbericht

https://oa.tib.eu/renate/handle/123456789/18899

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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