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Das literarisch-philosophische Erbe des Spanischen Exils in Mexiko

Fachliche Zuordnung Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft; Kulturwissenschaft
Europäische und Amerikanische Literatur- und Kulturwissenschaften
Geschichte der Philosophie
Förderung Förderung von 2020 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 451021342
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Das Netzwerk erweiterte den Kanon des republikanischen Exils, indem es weniger rezipierte Autor:innen einbezog und neue Aspekte im Werk von Gaos und Zambrano beleuchtete. Zentrale Fragen betrafen institutionelle Kontexte, die Konstruktion von Intellektuellen und Exil sowie Ideen über Literatur und Philosophie. Insbesondere Zeitschriften wurden nicht nur als Quelle, sondern auch als Ort einer Verhandlung philosophischer Themen und Formen des Philosophierens analysiert. Das bekannte Konzept der „Transterrados“ als Ausdruck des Selbstverständnisses der Exilierten und Intellektuellen wurde diskutiert und um alternative Konzepte der Gemeinschaft ergänzt, insbesondere in Bezug auf transnationale und geschlechtsspezifische Exil-Erfahrungen. Ethik, Ontologie und Technikphilosophie erwiesen sich neben der Ästhetik als Anlässe der Vernetzung von Autor:innen, nicht nur in philosophischen, sondern auch in literarischen Zusammenhängen. Folgeprojekte untersuchen transnationale Entwürfe von Ästhetik und Gemeinschaft in Mexiko, die Philosophie des spanischen Exils – in einem Versuch alternativer Philosophie-Geschichtsschreibung – und weibliches autobiografisches Schreiben im Exil. Die im Netzwerk gewonnenen Einsichten werden weitmöglichst durch Open-Access-Publikationen verfügbar gemacht, die gesammelten Daten werden auf Zenodo, im Forschungsdatenrepositorium Romanistik zugänglich sein. Die im Antrag angesetzte Kategorie des „mexikanischen Exils“ erwies sich als problematisch, weil viele Geflüchteten teilweise nur kurze Zeit in Mexiko blieben. Die Mobilität lässt sich also nicht als ein Vektor mit zwei Stellen repräsentieren, sondern ruft nach einer komplexeren transnationalen Betrachtungsweise. Die Zusammenarbeit mit dem Historischen Mexikanischen Diplomatiearchiv gestattet eine präzisere Vorstellung von den migratorischen Bewegungen und der Realität dieses Vektors. Im Verlauf der Netzwerkarbeit drängte sich die Geschlechtsspezifik des Exils als eine Realität auf, die gerade in der Begegnung von Literatur und Philosophie relevant wird. Wenn María Zambrano im Forschungsstand als die einzige Philosophin im republikanischen Exil erscheint, so muss diese Vorstellung angesichts der von exilierten Frauen wie Isabel de Palencia oder Silvia Mistral vorgebrachten Ideen revidiert werden. Die größte öffentliche Aufmerksamkeit erhielten die Tagung am Colegio de México, das Sonderheft von Cuadernos Americanos, dessen Präsentation auf YouTube verfügbar ist, sowie die Unterschrift des Letter of Intent zur Zusammenarbeit der Bergischen Universität Wuppertal mit dem Historischen Mexikanischen Diplomatiearchiv, über die der Instagram-Kanal der Mexikanischen Botschaft in Berlin berichtete.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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