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Prozessnahe Charakterisierung der Temperaturfeld- und Abtragsveränderung bei der laser-chemischen Bearbeitung

Fachliche Zuordnung Fügetechnik und Trenntechnik
Förderung Förderung von 2021 bis 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 451385285
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Die Erkenntnisse aus den Untersuchungen zur prozessnahen Charakterisierung der laserchemischen Bearbeitung lassen sich wie folgt zusammenfassen: Die indirekte fluoreszenzbasierte Messtechnik zur Erfassung der Werkstückoberfläche konnte erfolgreich in-situ mit einer gepulsten Laserquelle etabliert werden und flächenhaft die Topografie von laserchemisch bearbeitenden Strukturen innerhalb der Ätzzelle mit einem strömenden Fluid erfassen, selbst in der Anwesenheit von strömenden Luftblasen. An den Rändern der bearbeiteten Kavität traten jedoch bei der Geometriemessung systematische Messabweichungen auf, die eine Überarbeitung des Signalmodells erfordern. - Mit dem gleichen optischen Pfad für die Geometriemessung konnte validiert werden, dass sich über die Fluoreszenzlebensdauer die Temperatur der strömenden Elektrolytlösung präzise innerhalb der LCM-Umgebung erfassen lässt, mit einer Standardabweichung von 1°C und einer systematischen Messabweichung von 1,4°C. - Die örtliche Frequenz der Abtragskavität entspricht der örtlichen Frequenz der modulierten Laserleistung bis zur maximalen Grenzfrequenz. Die Abtragstiefe ist konstant, wenn die eingestellte Frequenz der Laserleistung die maximale Grenzfrequenz überschreitet. - Die chemische Laserbearbeitung mit modulierter Laserleistung bei einer Frequenz unterhalb der Grenzfrequenz ermöglicht die Erzeugung komplexer 3-D Oberflächenstrukturen, deren Eigenschaften durch Variation der Frequenz und der Phasenwinkel verändert werden können. Hiermit können unter anderem anisotrope Benetzungseigenschaften erzeugt werden. - Durch eine Erhöhung der Elektrolytviskosität wird das laserchemische Prozessfenster und einhergehend die Obergrenzen der Abtragsraten reduziert. Bei hohen Elektrolytviskositäten wurde eine bisher nicht beobachtete halbkreisförmige Kavitätsgeometrie festgestellt, welche auf den abschirmenden Effekt der Siedeblasen hindeutet.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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