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"laypeople" as actors in all-day school. An exploratory mixed method study

Subject Area Educational Research on Socialization, Welfare and Professionalism
Term from 2021 to 2025
Project identifier Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Project number 454196803
 
Final Report Year 2025

Final Report Abstract

Die Entwicklung ganztägiger Angebote lässt Schule zu einer multiprofessionellen Arena werden. Neben unterschiedlichen Berufen und Professionen sind aber auch immer mehr nicht einschlägig qualifizierte Personen an Ganztagschulen tätig. Diese sog. pädagogischen Lai:innen stellen inzwischen eine zentrale Personalkategorie in Ganztagsschulen dar. Ihre Einbindung erfolgt in erster Linie über informelle Netzwerke und Erfahrungswissen statt systematisch über die Organisation Schule oder auf Basis der formalen Qualifikation. Als Subsystem führt der Ganztag ein Eigenleben, weitgehend losgelöst vom schulischen Kern (Unterricht). Die festzustellende Laisierung auf der Ebene des Personals birgt dabei zum einen Chancen der partizipativen Mitgestaltung, zum anderen aber auch Risiken der Prekarisierung, Marginalisierung und ungenügenden institutionellen Anerkennung in sich. Als solche verfügen die pädagogischen Lai:innen über heterogene pädagogische Orientierungen, die im konkreten Alltag jedoch nur begrenzt ihre Wirkung entfalten können. Ein Spannungsverhältnis zwischen faktischer Mitverantwortung und symbolischer Exklusion wird sichtbar. Sowohl die Qualität der außerunterrichtlichen Bildungs- und Betreuungsangebote als auch die Integration des weiteren pädagogisch tätigen Personals in die ganztagsschulischen Kontexte hängen von ihrer Qualifikation ab. Daraus können gezielte Qualifizierungsmaßnahmen für das weitere pädagogisch tätige Personal abgeleitet werden, besonders mit Blick auf die große Zahl pädagogischer Lai:innen. Auch das weniger qualifizierte Personal hat spezifische Gestaltungsansprüche. Dies sollte als Potenzial aufgefasst und die Kooperationsentwicklung als zentrales Element der Schulentwicklung verankert werden. Die gezielte Förderung einzelschulischer Kooperationskulturen vor Ort stärkt die Partizipation der pädagogischen Akteur:innen und ermöglicht eine Auseinandersetzung mit ihren Ressourcen, Orientierungen und Ansprüchen. Mit der Durchsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung (dieser gilt im Primarbereich deutschlandweit ab dem Schuljahr 2026/2027) wird sich vor dem Hintergrund des allseits präsenten Fachkräftemangels die Zahl des pädagogischen Personals ohne eine Qualifizierung wohl noch deutlich erhöhen. Die Professionalisierung des Feldes der Ganztagsbetreuung wird damit weiter an Bedeutung gewinnen. Die Ergebnisse des Laktat-Projektes können hierbei als eine wichtige empirische Grundlage dienen.

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