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Netzwerk Offenes Mittelalter

Antragstellerin Professorin Dr. Andrea Rapp, seit 4/2025
Fachliche Zuordnung Germanistische Mediävistik (Ältere deutsche Literatur)
Angewandte Sprachwissenschaften, Computerlinguistik
Förderung Förderung von 2020 bis 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 454820576
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Im Rahmen des Netzwerks wurde das Potenzial von LOD für die mediävistische Forschung aus interdisziplinärer Perspektive ausgelotet. In sechs thematisch fokussierten Treffen diskutierten die Mitglieder des Netzwerks gemeinsam mit weiteren Expert:innen zentrale Herausforderungen der Erschließung historischer Artefakte, insbesondere mit Blick auf den Umgang mit Multimodalität, Fuzziness und der Nachhaltigkeit der eingesetzten Verfahren. Ein zentrales Ergebnis ist die Einsicht, dass sich durch den Einsatz gemeinsamer Standards und offener Datenformate nicht nur historische Überlieferung verdichten lässt, sondern auch neue Anwendungen im Bereich des maschinellen Lernens (z. B. Wissensgraphen oder Retrieval-Augmented Generation) möglich werden. Besonders betont wurde dabei die Rolle der Mediävistik als Schnittstelle zwischen Geisteswissenschaften und Informatik. Darüber hinaus ist es gelungen, die Potenziale digitaler Methoden in die mediävistische Fachcommunity hineinzutragen und deren Relevanz sichtbar zu machen. Im Rahmen der Netzwerkaktivitäten konnten zudem ECR gezielt eingebunden und nachhaltig gefördert werden. Neben zahlreichen Publikationen und Outreach-Aktivitäten hat das Netzwerk Kooperationen angestoßen und Akteur:innen aus verschiedenen Fachcommunitys zusammengebracht. Die entstandenen Kontakte und der intensive Austausch tragen langfristig zur besseren Sichtbarkeit und digitalen Vernetzung mediävistischer Forschung bei. Trotz pandemiebedingter Einschränkungen konnten alle Aktivitäten des Netzwerks wie geplant umgesetzt werden, zunächst vollständig digital. Die eigens entwickelte Covid-Strategie erwies sich als vorteilhaft: Internationale Expert:innen konnten unkompliziert eingebunden und Teilnahmehürden deutlich gesenkt werden. Im Projektverlauf kam es zu Veränderungen in der Zusammensetzung, bedingt durch die strukturell unsicheren Beschäftigungsverhältnisse vieler ECR. Gleichzeitig entstanden zusätzliche, teils unerwartete Impulse - etwa die Bildung neuer Arbeitsgruppen zu Digitalen Editionen und Game Studies. Darüber hinaus entwickelten sich aus der Zusammenarbeit neue Konzepte zur nachhaltigen Sicherung von Forschungsdaten und zur Verknüpfung heterogener Datenbestände. Besonders fruchtbar erwies sich das Zusammendenken von LOD-Anwendungen mit KI-gestützten Verfahren, etwa zur kritischen Analyse und Einordnung bestehender Korpora.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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