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Untersuchung des Formänderungsvermögens duktiler Blechwerkstoffe unter nicht-proportionaler Belastung mit Berücksichtigung des anisotropen Schädigungsverhaltens

Fachliche Zuordnung Ur- und Umformtechnik, Additive Fertigungsverfahren
Förderung Förderung von 2021 bis 2023
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 455960756
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Im Rahmen des Projektes wurde der Einfluss von uniaxialen Vordehnungen sowie Vordehnungen im ebenen Dehnungsbereich auf die Umformbarkeit sowie die Schädigungsentwicklung der zwei Blechwerkstoffe AA6016-T4 sowie DP600 untersucht. Hierbei zeigte sich, dass der Aluminiumwerkstoff von einer Änderung der Belastungsrichtung deutlich weniger beeinflusst wird als der Stahlwerkstoff. Zum einen nimmt die Streckgrenze des DP600 wesentlich deutlicher ab als die von AA6016-T4. Zum anderen nimmt auch die Umformbarkeit des DP600 deutlich stärker ab. Hierbei zeigt sich, dass dies speziell für den uniaxialen Vordehnungszustand zutrifft. Als Ursache für dieses Verhalten konnte gezeigt werden, dass die Vordehnungen zu einer Entwicklung von Versetzungstrukturen führen. Tritt nun eine Änderung der Belastungsrichtung auf, so müssen diese Strukturen neu ausgerichtet werden. Hierbei kommt es zu einer Auslöschung von den existierenden Versetzungsstrukturen. Dies führt zu einer plastischen Instabilität und daher zu einem frühen Versagen des Materials nach einer Änderung der Belastungsrichtung. Um jedoch eine plastische Instabilität auszulösen, müssen die Strukturen ausreichend groß und stabil sein. Daher tritt die Abnahme der Umformbarkeit erst ab einer gewissen Vordehnungshöhe auf. Dies konnte anhand von Zugversuchen mit unterschiedlichen Vordehnungshöhen deutlich gezeigt werden.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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