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Einsichten in die mechanischen Eigenschaften polymerer Materialien in aufstrebenden elektronischen Anwendungen - von der Molekülebene zur Anwendung

Antragsteller Dr. Lukas Michalek
Fachliche Zuordnung Polymermaterialien
Experimentelle und Theoretische Polymerphysik
Festkörper- und Oberflächenchemie, Materialsynthese
Herstellung und Eigenschaften von Funktionsmaterialien
Präparative und Physikalische Chemie von Polymeren
Förderung Förderung von 2021 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 456522816
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Während des Walter-Benjamin-Programm arbeitete ich an der Weiterentwicklung des Verständnisses der Eigenschaften von polymeren Materialien für aufstrebende elektronische Anwendungen. Der Hauptfokus lag auf der Entwicklung präziser Charakterisierungsmethoden für Dünnschichtsysteme mittels fortschrittlicher Rasterkraftmikroskopie (AFM). Das Ziel war es, ein neues Verfahren zu entwickeln, um die Morphologie und die Materialeigenschaften unterhalb der Oberfläche direkt zu messen und abzubilden. Verschiedene Verfahren zur präzisen physikalischen Entfernung der Oberflächenschichten wie Ionendünnung (Ar-Strahl, fokussierter Ionenstrahl und Gascluster-Ionenstrahl) und Spitzen basierte Nanofertigung wurden entwickelt, um die darunterliegenden Schichten freizulegen. Insbesondere der Ansatz der Spitzen basierten Nanofertigung ermöglichte eine präzise Kontrolle der entfernten Oberflächenschichten und offenbarte Informationen unter der Oberfläche mit nur minimalen Änderungen in der darunterliegenden Struktur. Darüber hinaus untersuchte ich die in-situ Bildung und Eigenschaften der festen Elektrolytgrenzfläche (SEI) mittels elektrochemischer Quarzkristall-Mikrowaage mit Dissipationsüberwachung (EQCM-D) und in-situ AFM, was eine Echtzeit-Charakterisierung in inerter Atmosphäre erlaubt. Die Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen der SEI-Mechanik und der Zyklusleistung von Lithium-Metallanoden und stellte fest, dass die Lebensdauer besser mit den plastischen Eigenschaften, hauptsächlich der Kriechneigung, der SEI als mit ihrem Elastizitätsmodul korreliert. Elektrolyte mit geringer Effizienz erzeugen SEIs mit signifikanter Kriechneigung, von denen angenommen wird, dass sie auf einen erhöhten organischen Gehalt zurückzuführen sind. Dies deutet darauf hin, dass der Einfluss der SEI-Mechanik auf die Lithiumabscheidung komplexer ist als eine einfache mechanische Unterdrückung der drahtförmigen Lithiummorphologie. Die EQCM-D Experimente umfassten Lithium Beschichtungsund Korrosionsstudien, wobei Anstrengungen unternommen wurden, ein Standardverfahren für die in-situ Prüfung der viskoelastischen Eigenschaften in Batteriematerialien zu etablieren.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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