Detailseite
Projekt Druckansicht

Entwicklung von fabrikplanerischen Leitprinzipien zur Planung von flussorientierten Krankenhäusern mit wandlungsfähigen Raum-, Technik- und Organisationskonzepten (MedFAP)

Fachliche Zuordnung Produktionssystematik, Betriebswissenschaften, Qualitätsmanagement und Fabrikplanung
Förderung Förderung von 2021 bis 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 456684366
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Aufgrund der angespannten Finanzierungslage von Krankenhäusern sowie der turbulenten Umwelt, in der Krankenhäuser agieren, wurden Flussorientierung des Layouts und Wandlungsfähigkeit als Anforderungen an Krankenhäuser formuliert. Die Flussorientierung soll ermöglichen, dass der Krankenhausbetrieb und seine Prozesse effizient ablaufen, sodass Kosten eingespart werden können. Die Wandlungsfähigkeit soll Krankenhäuser befähigen, sich auf ändernde Anforderungen aus der Umwelt angemessen einzustellen und somit langfristig betriebsfähig zu bleiben. Sowohl für die Flussorientierung als auch für die Wandlungsfähigkeit bestehen in der Fabrikplanung etablierte Konzepte, für Krankenhäuser bislang nicht. Unter der Arbeitshypothese, dass Fabrik- und Krankenhaussysteme vergleichbar sind, sollten im Rahmen des Forschungsprojektes Konzepte zur Flussorientierung und Wandlungsfähigkeit aus der Fabrikplanung auf Krankenhaussysteme übertragen werden. Zur flussorientierten Gestaltung des Krankenhauslayouts wurden allgemeine Strukturelemente identifiziert sowie deren Gestaltungsmöglichkeiten als Unterstützung der Strukturplanung diskutiert. Außerdem wurde ein Algorithmus erarbeitet, der Krankenhausplaner aufbauend auf den Strukturelementen und unter Berücksichtigung krankenhausindividueller Transportbeziehungen bei der Erstellung des Funktionsschemas unterstützt. Anschließend wurde das Vorgehen zur Dimensionierung beschrieben sowie Restriktionen identifiziert, die bei der Layoutplanung zu berücksichtigen sind. Zudem wurden Ansätze entwickelt, wie diese Restriktionen in einen Algorithmus überführt werden können, der Krankenhausplaner bei der Überführung des Funktionsschemas in ein realisierbares Layout unterstützt. Um Ansätze zur Wandlungsfähigkeit zu erarbeiten, wurden zunächst Krankenhausobjekte, wie bspw. „Mittel für medizinische Leistungen“ oder „Layout“, identifiziert. Mit ihnen ist es möglich, das Krankenhaussystem als Gesamtes zu beschreiben und gleichzeitig im Detail zu gestalten. Je Krankenhausobjekt wurden anschließend Wandlungspotenzialmerkmale identifiziert, bei denen es sich um präzise, objektive Eigenschaften mit Einfluss auf das Wandlungspotenzial eines Objektes handelt. Auf ihrer Grundlage ist es gelungen, ein Reifegradmodell zu entwickeln, mit dem die Bewertung der IST-Wandlungsfähigkeit eines Krankenhaussystems möglich ist. Um die SOLL-Wandlungsfähigkeit eines Krankenhaussystems zu bewerten, wurde eine Szenario-Analyse durchgeführt. Indem IST- und SOLL-Wandlungsfähigkeit gegenübergestellt werden, ist es den Krankenhausplanern mithilfe des Reifegradmodells möglich, zielkonforme Maßnahmen zu treffen. Die erarbeiteten Teilergebnisse wurden in enger Zusammenarbeit mit Krankenhausexperten erarbeitet und mit ihnen validiert. Anpassungen im Projektvorgehen waren zwar nötig, dennoch konnte das übergeordnete Ziel erreicht werden. Darüber hinaus ergaben sich mögliche weiterführende Forschungsaktivitäten, die auf dem Ergebnis dieser Arbeit aufbauen können.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

Zusatzinformationen

Textvergrößerung und Kontrastanpassung