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Wirksamkeit und Machbarkeit einer transdiagnostischen Augmentationstherapie zur Steigerung interpersoneller Fertigkeiten durch das Kiesler-Kreis-Training (KKT)

Fachliche Zuordnung Persönlichkeitspsychologie, Klinische und Medizinische Psychologie, Methoden
Klinische Psychiatrie, Psychotherapie und Kinder- und Jugendpsychiatrie
Förderung Förderung seit 2022
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 457376358
 
Interpersonelle Probleme stellen einen zentralen transdiagnostischen Risikofaktor für die Entstehung und Aufrechterhaltung verschiedener psychischer Störungen dar. Die GRIPS-Studie (GRoup Intervention for Improving InterPersonal Skills) untersucht die Wirksamkeit und Durchführbarkeit des Kiesler-Kreis-Trainings (KCT), einer strukturierten, transdiagnostischen Gruppenintervention zur Verbesserung interpersoneller Kompetenzen als Ergänzung zu individueller kognitiver Verhaltenstherapie (KVT). In dieser randomisiert-kontrollierten Studie werden 156 ambulante Patient:innen mit einer primären Diagnose einer depressiven oder Angststörung (nach DSM-5) und klinisch bedeutsamen interpersonellen Problemen untersucht. Alle Teilnehmenden erhalten eine individuelle KVT; die Experimentalgruppe nimmt zusätzlich an 12 wöchentlichen KCT-Gruppensitzungen teil. Das KCT Programm umfasst fünf Module, die auf interpersonelles Bewusstsein sowie nonverbale und verbale Kommunikation, Konfliktlösung und Empathie abzielen. Primäre Zielgrößen sind die Reduktion interpersoneller Probleme und die Verbesserung der störungsspezifischen Symptomatik. Kindesmisshandlung wird als Moderator der Behandlungsverläufe untersucht. Die Studie begann am 1. Mai 2023 mit einer Laufzeit von 36 Monaten und einer initialen Stichprobengröße von N = 124 Studienteilnehmenden. Auf Empfehlung der Begutachtungsgruppe wurden zu Projektbeginn zwei Adaptationen vorgenommen: (1) Die Poweranalyse wurde korrigiert und die Stichprobengröße auf N = 156 erhöht, und (2) es wurde ein zusätzlicher Erhebungszeitpunkt eingeführt, um Veränderungs- und Mediationseffekte während der Behandlung differenzierter untersuchen zu können. Mittlerweile sind vier der fünf Meilensteine erreicht: Die Rekrutierung wurde im Dezember 2025 abgeschlossen. Die Follow-up-Erhebungen (fünfter Meilenstein) finden im Juli 2026 statt. Um die vollständige Datenerhebung sicherzustellen, wird daher eine Überbrückungsperiode von drei Monaten bis zum 31. Juli 2026 beantragt. Diese ist erforderlich, um (1) die Follow-up-Erhebungen der erweiterten und ausreichend gepowerten Stichprobe abzuschließen, (2) die Datenerhebung im erweiterten longitudinalen Design mit zusätzlichem Messzeitpunkt vollständig umzusetzen und (3) die daraus resultierenden zusätzlichen fallbezogenen, monitoringbezogenen sowie koordinativen Aufwände zu decken. Die erhöhte Stichprobengröße und der zusätzliche Messzeitpunkt führen zu höheren Ausgaben für Teilnehmendenvergütungen, Interventionstherapeut:innen, studentische Forschungsassistenzen sowie für Monitoring- und Datenmanagementprozesse des Clinical Trial Office (CTO). Darüber hinaus entstehen zusätzliche Aufwände in der Studienkoordination, die aufgrund des verblindeten Studiendesigns eine zentrale Rolle für Qualitätssicherung und Protokolltreue einnimmt.
DFG-Verfahren Klinische Studien
 
 

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