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Pre-existing Cross-reactive Anti-SARS-CoV-2 Cellular Immunity in Hemodialysis and Kidney Transplanted Patients - Implications for COVID-19 Disease Prognosis

Subject Area Nephrology
Immunology
Term from 2021 to 2022
Project identifier Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Project number 458681590
 
Final Report Year 2022

Final Report Abstract

Der vorrangige Schutz gefährdeter Gruppen wie Transplantatempfängern vor einer Infektion mit SARS-CoV2 wurde früh durch Impfpriorisierungen festgeschrieben. Dennoch zeigen unsere umfangreichen Daten zur humoralen und zellulären Immunantwort in nierentransplantierten Patienten, dass die Immunantwort nach zweimaliger Impfung unter Standard-immunsuppressiver Therapie unzureichend ist. Dies spiegelte sich darin wider, dass keiner der eingeschlossenen 45 Patienten neutralisierende Antikörper entwickelte und diese Gruppe zudem signifikante quantitative und funktionelle Einschränkungen innerhalb Impfspezifischer T- und B-Zellen aufwies. Um diesen Patienten dennoch eine Perspektive hinsichtlich eines Impfschutzes zu bieten, wurden zwei alternative Impfstrategien erprobt. Während eine zusätzliche Auffrischungsimpfung nur in einem Drittel der Patienten die Produktion neutralisierender Antikörper induzieren konnte, führte eine Pause der Therapie mit Antimetabolit-Wirkstoffen im zeitlichen Kontext einer Auffrischungsimpfung in der überwiegenden Zahl der Teilnehmer zu einem Impferfolg. Auf zellulärer Ebene konnten wir zeigen, dass dies mit einem Anstieg von Impf-Antikörper-produzierenden Plasmablasten sowie erhöhter Zellteilung in Impf-spezifischen T-Helferzellen einherging. Insbesondere die letztgenannten Daten veranschaulichen, wie die für die Impfantwort essenziellen Zelltypen funktionell durch Antimetabolite gehemmt werden und dass zudem eine kurzzeitige Therapiepause mit keinem zu hohen Risiko hinsichtlich der Transplantatfunktion einhergeht. Zusammenfassend konnten wir innerhalb der Projektförderung nicht nur verstehen, welche humoralen und zellulären Einschränkungen bei Transplantatempfängern nach SARS-CoV2- Impfung vorliegen, sondern Strategien erarbeiten, um diese Einschänkungen zu überwinden. Die Studienergebnisse von wurden im Rahmen eines Hintergrundartikels im Tagesspiegel Berlin thematisiert.

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