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Exom-Sequenzierung für Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, die mit Biologika behandelt wurden

Fachliche Zuordnung Humangenetik
Epidemiologie und Medizinische Biometrie/Statistik
Gastroenterologie
Förderung Förderung von 2021 bis 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 458902672
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Wir führten eine whole-exome Sequenzierung (WES) bei Patientinnen und Patienten mit IBD aus Studien RUNcd (Vergleich TNF-Inhibitoren) und VEDOibd (Vergleich Vedoli-zumab/TNF- Inhibitoren) am Competence Centre for Genomic Analysis (CCGA) Kiel durch. Klinische Remission wurde hinsichtlich des primären Ansprechens 14 Wochen nach dem ersten Einsatz eines Biologikums definiert. Weil WES-basierte Einzelmarker-Assoziationstests für 329 Patienten kein signifikantes Assoziationssignal mit genomweiter Signifikanz ergaben, führten wir für dieselben Patienten auf eigene Kosten (nicht aus Mitteln der DFG) zusätzlich eine Genotypisierung mit dem Illumina Global Screening Array (GSA; einschließlich nichtkodierender Varianten) durch. Ein interessantes Assoziationsergebnis aus der GSA-basierten Analyse ist eine nicht genomweit-signifikante Assoziation von genetischen Varianten am Locus chr10q21.2 (ZNF365), die zuvor für die Lungenfunktion (FEV1/COPD) und die prozentuale mammographische Dichte identifiziert wurden und im NHGRI-EBI GWAS-Katalog aufgeführt sind. Locus chr10q21.2 (ZNF365) ist zudem interessant, da wir in unserer vorigen WES-Studie bei 139 koreanischen und 77 deutschen Patientinnen und Patienten mit IBD, die mit Anti-TNF Biologika behandelt wurden, den Locus ZNF133 identifizierten, der mit dem primären Ansprechen auf Infliximab bei Patientinnen und Patienten mit IBD assoziiert ist. Dies deutet daraufhin, dass möglicherweise u.a. genetische Variationen für Gene, die Zinkfingerproteine kodieren, eine Rolle beim Ansprechen auf Anti-TNF Wirkstoffe spielen. Diese und andere suggestive Assoziationssignale müssen validiert und in Folgestudien funktionell untersucht werden.

 
 

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