Detailseite
Projekt Druckansicht

GRK 2804:  Psychische Gesundheit von Frauen in der reproduktiven Lebensphase

Fachliche Zuordnung Neurowissenschaften
Psychologie
Förderung Förderung seit 2023
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 461715178
 
Das beantragte Internationale Graduiertenkolleg (IRTG) vereint Wissenschaftler*innen der Universität Tübingen und der Universität Uppsala, Schweden. Im Zentrum des IRTGs steht ein klinisch und gesellschaftlich hoch relevantes Thema: die psychische Gesundheit von Frauen während der reproduktiven Jahre. Mehrmals durchlaufen Frauen hormonelle Übergangsphasen mit Auswirkungen auf ihre kognitiven und emotionalen Fähigkeiten, die Plastizität des Gehirns sowie die (psychische) Gesundheit. In diesen Übergangsphasen steigt das Risiko für psychische Erkrankungen wie Depression und Angststörungen dramatisch an. Innerhalb des IRTGs wollen wir diese Zusammenhänge zwischen hormonellen Übergangsphasen und der psychischen Gesundheit von Frauen über die reproduktiven Jahre hinweg besser verstehen, indem wir spezifische Hypothesen mit Fokus auf den Einfluss der Sexualhormone untersuchen. Dabei wollen wir uns auf negative und positive Valenz konzentrieren, da psychische Erkrankungen durch ein emotionales Ungleichgewicht gekennzeichnet sind, d.h. ein hohes Maß an negativen Emotionen und/oder den Verlust positiver emotionaler Erfahrungen. Zu diesem Zweck folgen alle Projekte einem translationalen Ansatz zum Verständnis menschlichen Verhaltens und psychischer Gesundheit, der es uns ermöglicht, auf spezifische (neuro-)biologische Prozesse abzuzielen, die der Psychopathologie zugrunde liegen. Für uns ist der Bereich der negativen (Stress) und der positiven Valenz (Belohnung) besonders wichtig und soll auf unterschiedlichen Ebenen abgedeckt werden (vom Verhalten bis zur Plastizität des Gehirns). Unsere langfristige Perspektive ist es, die Prävention, Erkennung und Behandlung psychischer Erkrankungen bei Frauen zu verbessern. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Antragsteller*innen aus Tübingen und Uppsala ihre wissenschaftliche Expertise und ihr klinisches Fachwissen kombinieren, disziplinübergreifend zusammenarbeiten, gemeinsam Forschungsdaten sammeln und analysieren und allem voran junge Wissenschaftler*innen ausbilden. Die psychische Gesundheit von Frauen umfasst viele Aspekte, die nicht von einer einzigen Disziplin abgedeckt werden können. Deshalb haben die Antragsteller*innen ein umfassendes und einzigartiges Qualifizierungsprogramm entwickelt, das sich auf Prinzipien klinisch relevanter Forschung, internationalen Austausch und die Schaffung von Synergien konzentriert. Wir fördern wissenschaftliche Exzellenz und Unabhängigkeit und garantieren gleichzeitig maximale Unterstützung. Unsere Doktorand*innen werden von einem/r schwedischen und einem/r deutschen Forscher*in supervidiert und von schwedisch-deutschen Teams betreut, sodass sie von ihrer Mobilitätsphase optimal profitieren können. Damit schafft dieses IRTG ein wissenschaftlich produktives und interdisziplinäres Umfeld für die hochkarätige Ausbildung junger Wissenschaftler*innen und wird Tübingen und Uppsala an die Spitze der Forschung und Ausbildung im Bereich der psychischen Gesundheit von Frauen bringen.
DFG-Verfahren Internationale Graduiertenkollegs
Internationaler Bezug Schweden
Antragstellende Institution Eberhard Karls Universität Tübingen
IGK-Partnerinstitution Uppsala Universitet
 
 

Zusatzinformationen

Textvergrößerung und Kontrastanpassung