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Ini-Seg II – Vom ersten Lernen zur Sekundarstufe: Längsschnittstudien zur Entwicklung des zweisprachigen mentalen Lexikons und der Fremdsprachenkompetenzen
Antragstellerinnen / Antragsteller
Dr. Katie Von Holzen; Professor Dr. Holger Hopp
Fachliche Zuordnung
Allgemeine und Vergleichende Sprachwissenschaft, Experimentelle Linguistik, Typologie, Außereuropäische Sprachen
Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie
Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie
Förderung
Förderung seit 2021
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 465302402
Das Projekt Ini-Seg II untersucht, wie Grundschülerinnen und Grundschüler beim Erlernen von Englisch als Fremdsprache Schritt für Schritt ein mentales Lexikon aufbauen und wie sich ihre frühen Englischkenntnisse auf den weiteren Lernverlauf auswirken. Es knüpft an das Vorgängerprojekt Ini-Seg I an, in dem Grundschulkinder vor und nach Beginn des schulischen Englischunterrichts getestet wurden. Erste Ergebnisse zeigen, dass junge Lernende schon vor Beginn des Fremdsprachenunterrichts einzelne englische Wörter aus dem Sprachfluss identifizieren können und dass sich diese Fähigkeit mit Unterricht deutlich verbessert. Es gibt zudem Hinweise, dass sich Deutsch und Englisch mit wachsender Lernerfahrung zunehmend gegenseitig beeinflussen. Ini-Seg II verfolgt drei Ziele: 1. Verstehen, wie Sprachen vernetzt werden: Das Projekt zeigt, wie sich die beiden Sprachsysteme (Deutsch und Englisch) bei jungen Lernenden im mentalen Lexikon miteinander verbinden. 2. Verstehen, wie frühe Fähigkeiten spätere Leistungen beeinflussen: Es wird untersucht, inwieweit frühe Englischkenntnisse in der Grundschule den weiteren Lernerfolg bis in die Sekundarstufe vorhersagen können – oder ob beim Übergang zwischen Schulstufen Lernfortschritte verloren gehen. 3. Bereitstellung längsschnittlicher Daten: Das Projekt erstellt einen umfassenden Datensatz zur frühen Fremdsprachenentwicklung, der auch Informationen zu Lernvoraussetzungen, Lernwegen und Einstellungen der Schülerinnen und Schüler enthält. Hierfür werden Grunschülerinnen und -schüler, die bereits an Ini-Seg I teilgenommen haben, erneut in der 4. und 6. Klasse getestet. Sie bearbeiten Aufgaben zu Hörverstehen, Wortschatz, Grammatik und Arbeitsgedächtnis. Außerdem erzählen sie eine Bildergeschichte auf Englisch und berichten in Interviews von ihren eigenen Erfahrungen mit dem Englischlernen. So lässt sich nachvollziehen, wie sich Englischkenntnisse vom ersten Kontakt mit der Fremdsprache bis in die Sekundarstufe entwickeln, wie sich Lernende beim Lernen unterscheiden und wie Unterricht und außerschulische Kontakte mit Englisch zusammenwirken. Die Ergebnisse geben nicht nur neue Einblicke in das frühe Sprachenlernen, sondern helfen auch dabei, Empfehlungen für einen erfolgreichen Englischunterricht an Schulen zu entwickeln.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
