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Narrative weiblicher Erschöpfung um 1900 und 2000

Fachliche Zuordnung Germanistische Literatur- und Kulturwissenschaften (Neuere deutsche Literatur)
Förderung Förderung von 2021 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 466331557
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Das Projekt zielte darauf ab, mittels der Verknüpfung einer diskursanalytischen und geschlechtertheoretischen Perspektive mit einem narratologischen Ansatz, Narrative weiblicher Erschöpfung um 1900 und 2000 herauszuarbeiten und zu systematisieren, d.h. die jeweiligen Diskurse um Erschöpfung, Weiblichkeit und Arbeit sowie ihre konkrete Ausformung in Motiven und narrativen Strukturen sichtbar zu machen und zu analysieren. Dabei sollten die synchronen und diachronen Verbindungen, d.h. die Ähnlichkeiten zwischen weiblichen Erschöpfungsnarrativen um 1900 und 2000 und das Aufgreifen narrativer Muster in gegenwärtigen Erzähltexten weiblicher Erschöpfung, herausgearbeitet werden. Im Zentrum des Projekts stand die Frage, wie in Erzähltexten um 1900 und 2000 von weiblicher Erschöpfung erzählt wird, sowohl im Dialog mit medizinischen, psychiatrischen und psychoanalytischen Perspektiven als auch in Abgrenzung von ihnen. Daran anknüpfend wurde untersucht, inwieweit sich spezifische Erzählverfahren in der Darstellung weiblicher Erschöpfung zeigen und spezifische Narrative weiblicher Erschöpfung identifizieren lassen. Das Projekt ging von der Annahme aus, dass weibliche Erschöpfung dezidiert mit gesellschaftlichen und geschlechtsspezifischen Machtstrukturen in Verbindung steht, die zentral um die Verhandlung von Arbeit kreisen. Das Korpus bestand aus Prosatexten von Autorinnen aus dem Zeitraum 1895-1920 sowie aus dem Zeitraum ab 2000. Grundlegend für die Textauswahl war die zentrale Verhandlung weiblicher Erschöpfung, entweder durch eine implizite Darstellung von Erschöpfungssymptomen oder explizit durch eine Krankheitsdiagnose. In die Analyse wurden des Weiteren psychiatrische und psychoanalytische Texte miteinbezogen, die zentrale Diskurse von Erschöpfung aufgreifen und konstruieren.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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