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Where have all the Workers Gone? Labour and Work in Ghana, 1951-2010
Antragsteller
Dr. Lamine Doumbia
Fachliche Zuordnung
Neuere und Neueste Geschichte (einschl. Europäische Geschichte der Neuzeit und Außereuropäische Geschichte)
Afrika-, Amerika- und Ozeanienbezogene Wissenschaften
Afrika-, Amerika- und Ozeanienbezogene Wissenschaften
Förderung
Förderung seit 2021
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 468343487
Dieses Projekt ist eine Erweiterung des Projekts, das aus der Kombination von zwei Beobachtungen, einer historiographischen und einer historischen Analyse der Arbeit in Ghana, entstanden war. In der ersten Förderperiode kombinierte das Projekt systematisch wirtschafts- und sozialgeschichtliche Perspektiven auf die postkoloniale Ära in Afrika, eine Periode der Arbeitsgeschichte, zu der es bisher keine Langzeitstudien gab. Am Beispiel Ghanas erprobt es eine besondere Mischung von Ansätzen, indem es die systematische Nutzung sowohl qualitativer als auch quantitativer Quellen kombiniert, neuere Debatten sowohl in der Arbeits- als auch in der Wirtschaftsgeschichte aufgreift und eine Reihe lokaler Studien mit einem nationalen Überblick kombiniert. Das Projekt entwickelt einen landesweiten Überblick, konzentriert sich aber im Einzelnen auf drei Gebiete - die Hauptstadt Accra, ein Kakaoanbaugebiet, das kürzlich vom Goldbergbau in kleinem Maßstab betroffen war, und ein Reisanbaugebiet in der nördlichen Savannenregion -, die so ausgewählt wurden, dass sie unterschiedliche Aspekte der Erfahrung von Arbeit repräsentieren. Zu den Forschungsfragen, die untersucht werden sollen, gehören die sich verändernde Größe und Zusammensetzung der Erwerbsbevölkerung, die sich verändernde Struktur der Berufs- und Beschäftigungsformen, der reale Verdienst der Arbeitskräfte, die Kämpfe der Gewerkschaften, die Integration des Arbeitsmarktes, die Struktur der informellen Arbeit und des Unternehmertums, die Migrantenströme und die regionale Ungleichheit sowie die Beziehung zwischen Armut, Unsicherheit und Arbeit. Die Erweiterung zielt darauf ab, den ethnographischen Aspekt als eine Methode hinzuzufügen, die Arbeit und Arbeit als einen ganzheitlichen Prozess betrachtet, in dem die Handlungen der Akteure hervorgehoben und natürlich historisiert werden.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
