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Siedlungsumfeld Seddin _ SISE Die Siedlung des „König Hinz“? Eine Siedlung bei Seddin in unmittelbarer Nähe der jungbronzezeitlichen Großgrabhügel im Spannungsfeld zwischen Dorf, Großsiedlung oder Herrschaftssitz

Fachliche Zuordnung Ur- und Frühgeschichte (weltweit)
Förderung Förderung seit 2022
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 469936617
 
Mit dem „Königsgrab“ von Seddin besitzt das Land Brandenburg einen bronzezeitlichen, archäologischen Fundplatz von europäischem Rang. Direkt gegenüber nach Norden, in einer Entfernung von knapp 1000 m befindet sich das sogenannte „Wickbold`sche Wäldchen“ mit einem ausgedehnten Grabhügelfeld und weiteren ehemaligen Großgrabhügeln. Dazwischen, annähernd mittig von einem kleinen Wasserlauf durchflossen, zeichnet sich ein ausgedehntes Siedlungsareal der gleichen Zeitstellung ab. Prospektionsgrabungen erbrachten eine große Vielfalt an Befunden, die von Pfostenreihen über strukturierende Gräbchen bis zu Gargruben/Feuergruben und schachtartigen Grubenbefunden reichen. Um ein fundiertes Gesamtbild von der Siedlung und ihrem Gefüge zu erhalten, sind Fragen zur Siedlungsausdehnung, ihrer inneren Gliederung, dem Bestand an Pfostenbauten sowie den chronologischen Nutzungshorizonten einer Klärung näher zu bringen. Zu ergänzen sind vielfältige Hinweise auf die wirtschaftliche und kultische Bedeutung dieses Siedlungsplatzes, die weiterhin besondere Einblicke in die Sachkultur, Nahrungsversorgung und die ökologischen Verhältnisse gewähren sollen. Die Ausdehnung der Befunde in der Landschaft lässt dabei eine jungbronzezeitliche Großsiedlung erwarten, die, an einem der bedeutensten Großgrabhügel dieses Zeitabschnittes in Mitteleuropa gelegen, eine besondere Stellung im bronzezeitlichen europäischen Kommunikationsnetzwerk eingenommen haben dürfte.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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