Transferleistungen, der Staat und die Rolle der Frau in Südasien
Wirtschaftspolitik, Angewandte Volkswirtschaftslehre
Zusammenfassung der Projektergebnisse
Transferleistungen, als ein wichtiges Instrument für Armutsreduktion und weitere Entwicklungsziele, werden häufig direkt an Frauen ausgezahlt. Frauen nehmen in vielen Entwicklungsländern nur ein geringes Entscheidungsgewicht im politischen Leben und in innerhäuslichen Entscheidungsfindungen wahr. In diesem Projekt untersuchen wir den Effekt von Transferzahlungen (cash transfers) in Pakistan auf politische Partizipation von Frauen, auf die Nutzung staatlicher Leistungen durch Frauen als auch in Bezug auf Entscheidungsmacht innerhalb des Haushalts. Hierzu analysieren wir Pakistans nationales Transferleistungsprogramm: das Benazir Income Support Program (BISP). Wir untersuchen, einerseits, die Wirkungen von Geldzahlungen auf die Nutzung weiterer staatlicher Dienstleistungen durch Frauen. Andererseits analysieren wir die Effekte der Geldzahlungen auf die Entscheidungsmacht von Frauen, sowohl innerhalb des Haushalts als auch ihr politisches Gewicht durch die Teilnahme an Wahlen. Für die Untersuchung erheben wir Primärdaten in Form von Haushaltsbefragungen und anreizbezogenen Feldexperimenten und nutzen eine Regressionsdiskontinuität in Bezug auf das Armutsmaß, welches die Berechtigung zum Bezug der Transferleistungen bestimmt. Aufgrund der politischen Instabilität in Pakistan während des Projektzeitraumes war eine Primärdatenerhebung nach dem Pilot Survey jedoch nicht mehr möglich. Der Pilot Survey konnte ausgewertet werden, basiert jedoch auf einer sehr kleinen Stichprobe. In der zukünftigen Forschung wird die nun die statistische Analyse von administrativen Daten angestrebt.
