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Arbeiten im Leistungsbezug. Merkmale und Effekte von Transferleistungen für Erwerbstätige in unterschiedlichen Wohlfahrtsstaaten

Antragsteller Dr. Jan Brülle
Fachliche Zuordnung Empirische Sozialforschung
Förderung Förderung seit 2021
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 471332079
 
Veränderungen in Arbeitsmärkten führen zu einer zunehmenden Ungleichheit der Erwerbseinkommen und damit zu einer Zunahme von Niedriglohnbeschäftigung und prekären Einkommenspositionen. Während traditionelle wohlfahrtstaatliche Programme sich auf die Bedarfe von Personen außerhalb des Arbeitsmarktes konzentrierten, rückt damit die Herstellung sozialer Sicherheit für Beschäftigte stärker in den Vordergrund. Das geplante Projekt untersucht Transferleistungen an Erwerbstätige und ihre Effekte auf Arbeitsmärkte und Lebensverläufe im internationalen Vergleich. Im Rahmen des Projekts werden Indikatoren für den internationalen Vergleich von Transferleistungen an Erwerbstätige erstellt und zur Beschreibung verschiedener nationaler Systeme verwenden. Anhand von Multi-Level Analysen auf Basis der Daten des EU-SILC werden Effekte verschiedener Eigenschaften dieser Systeme auf Beschäftigung, Löhne und Armutsrisiken von Erwerbstätigen analysiert. Neben dieser Analyse einer großen Gruppe von Ländern werden zwei Länder im Detail betrachtet – Deutschland und Großbritannien – die jeweils unterschiedliche Systeme für Leistungen an Erwerbstätige repräsentieren. Die Analysen greifen auf das Panel Arbeitsmarkt und Soziale Sicherung (PASS) für Deutschland und Understanding Society (UKHLS) für Großbritannien zurück. Dabei werden die Rolle von Leistungen in individuellen Lebensverläufen anhand von Sequenzanalysen und die kausale Wirkung des Leistungsbezugs mithilfe von Methoden des statistischen Matchings analysiert. Das Projekt trägt damit zu einem besseren Verständnis der Wirkung von Transferleistungen für Erwerbstätige bei und eruiert ihr Potential für die Absicherung von prekären Erwerbskarrieren in modernen Wohlfahrtsstaaten.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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