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Die Rolle der extrazellulären Vesikel (EVs) bei posttraumatischer kardialer Dysfunktion - Systemische und parakrine Effekte von EVs auf Kardiomyozyten (CM)
Antragstellerinnen / Antragsteller
Professor Dr. Gernot Marx; Dr. Birte Weber
Fachliche Zuordnung
Orthopädie, Unfallchirurgie, rekonstruktive Chirurgie
Förderung
Förderung seit 2022
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 465409392
Das FA-1-Projekt wird sich auf die Rolle von EVs bei post-traumatischen Herzfunktionsstörungen konzentrieren. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit zwischen der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie des Universitätsklinikums Frankfurt und der Klinik für Intensivmedizin und Intermediate Care der Uniklinik RWTH Aachen durchgeführt. Um die Zahl der eingeschlossenen Patienten zu erhöhen, werden transthorakale Echokardiographie-Messungen (TTE) auf der Intensivstation in Aachen etabliert und an beiden Kliniken im Rahmen eines multizentrischen Ansatzes durchgeführt. Detaillierte Messungen von Herzschadensmarkern, wie Troponin T, werden mit TTE-Messungen bei schwer verletzten Patienten kombiniert. Ziel dieses multizentrischen Ansatzes ist es, herauszufinden, ob die TTE den Messungen von Herzschadensmarkern bei der Diagnose einer post-traumatischen kardialen Dysfunktion nach einem Polytrauma überlegen ist. In einem zweiten Schritt wollen wir die Entwicklung von Kardiomyozytenschäden durch systemische polytrauma-induzierte EVs näher untersuchen. Ein Mechanismus, der in diesem Projekt im Mittelpunkt stehen soll, ist die Aktivierung des NLRP3-Inflammasoms durch Polytrauma-EVs. Weitere Mediatoren von Kardiomyozytenschäden im Inhalt der Polytrauma-EVs werden mit Hilfe von Next-Generation-Sequencing (miRNA) und Proteomics analysiert. Im dritten Teil des Projekts werden wir untersuchen, ob und inwieweit die Zell-zu-Zell-Kommunikation zwischen Kardiomyozyten, kardialen Fibroblasten und kardialen Endothelzellen Kardiomyozyten, welche mit einem Polytrauma-Cocktail stimuliert wurden, in-vitro beeinflusst. In diesem Zusammenhang soll insbesondere die Rolle der zellspezifischen (Kardiomyozyten, kardiale Fibroblasten und kardialen Endothelzellen) EVs im Detail untersucht werden. Abschließend sollen die Ergebnisse mit Herzgewebe-EVs aus einem Maus bzw. Schweine Polytraumamodell, anhand des Inhalts und der zellulären Herkunft, verglichen werden.
DFG-Verfahren
Forschungsgruppen
