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Nationale Forschungsdateninfrastruktur für die interdisziplinäre Energiesystemforschung

Fachliche Zuordnung Informatik, System- und Elektrotechnik
Sozial- und Verhaltenswissenschaften
Förderung Förderung seit 2023
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 501865131
 
Die Energiewende und die zunehmende Sektorkopplung stellen die Energiesystemforschung vor große Herausforderungen. In diesem Zusammenhang erleichtern Digitalisierungsprozesse hin zu cyber-physischen Energiesystemen (CPES) den Wandel in vielerlei Hinsicht und wirken sich gleichermaßen auf technische, soziale und gesellschaftliche Themen, aber auch auf den Forschungsprozess selbst aus. Die Forschungsbemühungen zu CPES stützen sich in hohem Maße auf modell- und (co)simulationsbasierte Ansätze. Hierbei stellt die Nachverfolgung von Daten und Modellen eine komplexe Herausforderung dar, die in jedem Forschungsprojekt neu bearbeitet werden muss. Diesen Herausforderungen begegnet nfdi4energy über den gesamten Forschungs- und Transferzyklus von Projekten in der Energiesystemforschung: Von (1) der Identifizierung von Partnern mit relevanten Kompetenzen und Wissen für ein Projekt, über (2) die Formulierung von Forschungsvorhaben und Experimenten, (3) der Identifizierung und Kopplung von Methoden, Modellen und Daten, (4) der Vorbereitung von Ergebnissen zur Veröffentlichung bis hin zur (5) Identifizierung von Folgeaktivitäten. Unter dieser Maßgabe definiert nfdi4energy die folgenden Hauptziele: (1) Aufbau einer gemeinsamen Forschungsinfrastruktur für FAIRe Daten, Modelle und Prozesse und Motivation zu ihrer Nutzung. (2) Reproduzierbarkeit und Transparenz der Ergebnisse sowohl für die wissenschaftliche Community als auch für die Gesellschaft, um die FAIRness insgesamt zu verbessern. (3) Einbeziehen der Gesellschaft bei der Identifizierung und Lösung relevanter Forschungsfragen. (4) Förderung der besseren Zusammenarbeit und des besseren Wissenstransfers zwischen Forschungseinrichtungen und Wirtschaftsunternehmen durch ein FAIRes Forschungsdatenmanagement. (5) Vereinfachung der Integration und Koordination von simulationsbasierten Modellen. (6) Integration der bereitgestellten Infrastruktur für die Energiesystemforschung in die breitere nfdi-Infrastruktur zur Verbesserung der disziplinübergreifenden Zusammenarbeit. Um diese Ziele zu erreichen, konzentriert sich nfdi4energy auf fünf Hauptdienste (key services), um einen diskriminierungsfreien Zugang zu Forschungsartefakten zu ermöglichen: (1) Kompetenz, um sich im interdisziplinären Forschungsfeld zurechtzufinden, (2) Best Practices, um Informationen über die erfolgreiche Durchführung von Forschungsarbeiten, einschließlich des Forschungsdatenmanagements, zu erhalten, (3) Registry, um geeignete Daten und Software zu finden, (4) Simulation, um bestehende Simulationen zu koppeln und somit Software-Artefakte wiederzuverwenden, und (5) Transparenz, um mehr Interessengruppen in alle Forschungsphasen einzubeziehen. Mit diesen Diensten möchte nfdi4energy eine offene und FAIRe Forschungsinfrastruktur im Bereich der Energiesystemforschung entwickeln und betreiben, und so einen großen Teil relevanter Arbeitsabläufe unterstützen - von der Datenerfassung bis zur Einbindung in Forschungssoftware sowie Datenveröffentlichungen.
DFG-Verfahren Nationale Forschungsdateninfrastruktur Fach- und Methodenkonsortien
Antragstellende Institution Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
 
 

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