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Durchflusszytometer mit Sortiersystem
Fachliche Zuordnung
Biologische Chemie und Lebensmittelchemie
Grundlagen der Biologie und Medizin
Grundlagen der Biologie und Medizin
Förderung
Förderung in 2022
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 502863603
Fluoreszenz-basierte Sortierung stellt eine ideale Technologie zur Isolierung distinkter Zellpopulationen dar. In der Biotechnologie kann die Sortierung zur gerichteten Evolution von Proteinen (und potentiell anderen Biomolekülen oder Eigenschaften) verwendet werden, wenn diese zu einem fluoreszierenden Signal führen. Für die mRNA-Technologie bietet die Sortierung die Möglichkeit der Optimierung von Sequenzen für gewünschte Eigenschaften, z.B. hin zu verbesserter Stabilität und Translation. Dabei besticht das Verfahren durch den hohen Durchsatz und die hohe Geschwindigkeit, sowie durch die schonende Isolierung, die eine nachfolgende Kultur der Zellen zulässt. Im Zusammenhang mit Next-Generation RNA-Sequenziertechnologien ermöglicht die Sortierung die Transkriptomanalyse auf Populations- und teilweise schon auf Einzelzellbasis.Die Durchflusszytometrie ist darüber hinaus auch für die Analyse und Quantifizierung der Zelloberflächenmarkierung nützlich. Auf diese Weise können biochemische Methoden und bioorthogonale Reaktionen in lebenden Zellen hinsichtlich ihrer Markierungseffizienz untersucht und verbessert werden.Neben Säugerzellen kann auch die Sortierung von Bakterienzellen erfolgen, wodurch neue molekulare Werkzeuge direkt in der Zelle oder auf der Zelloberfläche etabliert und optimiert werden können. Auch zur Sortierung künstlicher Vesikel eignet sich die Technologie, sofern diese in wässriger Lösung vorliegen. Auf diese Weise werden dynamische artifizielle Systeme analysierbar.
DFG-Verfahren
Forschungsgroßgeräte
Großgeräte
Durchflusszytometer mit Sortiersystem
Gerätegruppe
3500 Zellzähl- und Klassiergeräte (außer Blutanalyse), Koloniezähler
Antragstellende Institution
Universität Münster
Leiterinnen / Leiter
Professor Dr. Henning D. Mootz, seit 1/2024; Professorin Dr. Andrea Rentmeister, bis 12/2023