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Koordinationsfonds
Antragsteller
Professor Dr. Erich Bornberg-Bauer
Fachliche Zuordnung
Evolution, Anthropologie
Allgemeine Genetik und funktionelle Genomforschung
Bioinformatik und Theoretische Biologie
Allgemeine Genetik und funktionelle Genomforschung
Bioinformatik und Theoretische Biologie
Förderung
Förderung seit 2022
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 503283318
Neue experimentelle und rechnergestützte Methoden eröffnen spannende Möglichkeiten, die evolutionäre Geschichte von Genomen zu erforschen und die Entstehung neuer Merkmale aus einer integrierten, phylogenomischen Perspektive zu rekonstruieren – weit über das eingeschränkte Blickfeld von Modellspezies hinaus. GEvol nutzt diese Chancen, indem es Forschende aus komplementären Fachrichtungen wie Genomik, Bioinformatik, Künstliche Intelligenz, evolutionäre Ökologie, molekulare Evolution, Entwicklungsgenetik, Taxonomie und Genetik zusammenbringt, um die Dynamik und Prinzipien genomischer Innovationen innerhalb einer großen Klade zu entschlüsseln. In der ersten Förderperiode wurden Projekte gefördert, die ein breites Themenspektrum abdeckten und dabei moderne experimentelle und computergestützte Methoden einsetzten. Wir konzentrierten uns auf Insekten aufgrund ihrer Artenvielfalt, phänotypischen Diversität und ihrer hervorragenden Eignung für experimentelle wie rechnerische Untersuchungen. Die Projekte nutzten mehrere OMICS-Ansätze, meist in Tandemprojekten, die Datenanalysen, Simulationen und Modellierungen mit funktionellen Studien kombinierten, z. B. RNA-Sequenzierung in Kombination mit Bisulfit-Sequenzierung, ATAC-seq, Cut&Tag oder RNAi. Die Struktur von GEvol umfasste jährliche Treffen, technische Workshops, Soft-Skill-Schulungen, Kurse für Nachwuchsforschende, gemeinsame Meetings sowie regelmäßige Videokonferenzen von sieben Fokusgruppen: Genomassemblierung und -annotation, Sequenzierung, Simulationen und Modellierung, Epigenetik und Genregulation, neue Gene und Elemente, Genfunktion und transponierbare Elemente sowie Öffentlichkeitsarbeit. Kurse wurden und werden zu Linux, Python, R, wissenschaftlichem Schreiben, Genomanalyse, Genexpression, Genfunktion, Datenanalyse und Selbstpräsentation für Wissenschaftlerinnen angeboten. Die meisten Angebote waren gut besucht und sollen in der zweiten Förderperiode fortgeführt werden. Geplant sind zusätzliche Kurse zu Grundlagen und Anwendung von Methoden des maschinellen Lernens sowie zur Orthologie. Die meisten Promovierenden haben Betreuungskomitees mit einem Zweitbetreuer oder einer Zweitbetreuerin aus einer anderen GEvol-Gruppe. TAC-Meetings fanden möglichst im Rahmen der Jahrestreffen oder kleinerer Veranstaltungen statt, um Reisezeiten und Projektunterbrechungen zu minimieren. Das Geschlechterverhältnis wurde weitgehend ausgeglichen und soll durch aktive Rekrutierung, gezielte Einladung zur Bewerbung und Einbindung von Referentinnen bei Konferenzen und Workshops weiter gefördert werden. GEvol war und ist durch Einzelvorträge auf nationalen und internationalen Konferenzen vertreten sowie durch eigene GEvol-Sessions, teils mit eingeladenen Keynote-Sprecherinnen. Bisher haben GEvol-Mitglieder 28 Publikationen veröffentlicht, davon 11 mit mehreren GEvol-PIs oder -Promovierenden als Koautorinnen, 7 mit mehr als zwei Partnern außerhalb der Tandemprojekte.
DFG-Verfahren
Schwerpunktprogramme
