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Zeitliche Erfassung und Eingrenzung von Dürreperioden in den zentralen Great Plains (USA) über die letzten 1.500 Jahre mittels innovativer Lumineszenzdatierungsmethoden

Antragsteller Dr. Sebastian Kreutzer
Fachliche Zuordnung Physische Geographie
Förderung Förderung seit 2022
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 505819035
 
Dürren zählen zu den bedeutendsten Naturgefahren in den zentralen und südlichen Great Plains (USA). Um deren vergangene Ausbreitung und Dynamik zu verstehen und im Hinblick auf den Klimawandel besser einschätzen zu können, sind genaue und präzise Altersmodelle unerlässlich. Neben historischen Aufzeichnungen, welche Dauer und Schwere von Dürren nur begrenzt wiedergeben können, sind Sedimentarchive eine der wenigen validen Informationsquellen hierzu. In den zentralen und südwestlichen Great Plains (speziell Colorado, Nebraska, Kansas) finden sich nur wenige Seen oder andere Sedimentfallen, die sich als sogenannte Paläoarchive untersuchen ließen. Heute stabilisierte und allgegenwärtige Sanddünen bilden im Gegensatz dazu verlässliche Klimaarchive aus, an welchen sich Trockenphasen der vergangenen Jahrhunderte anhand temporärer Reaktivierungen rekonstruieren lassen. CONSTRAIN zielt im Speziellen auf eine neue akkurate und präzise zeitliche Einordung prähistorischer Dürren in den südwestlichen Great Plains über die letzten 1.500 Jahre. Den Erfolg des Projektes streben wir durch die Realisierung von zwei Unterprojekten an: (1) Entwicklung einer Routinemethode der Lumineszenzdatierung an Zirkonen, um diese zur zeitlichen Einordung geomorphologischer Prozesse über die letzten 1.500 Jahre in idealerweise kalenderjährlicher Auflösung einzusetzen. (2) Entwicklung eines zeitlich hochaufgelösten Landschaftsmodells prähistorischer Dünenaktivität in den zentralen Great Plains mittels hochaufgelöster Datierung und neuer statistischer Ansätze. Die Projektergebnisse sollen bei der Risikoeinschätzung bevorstehender Dürren und deren Bewältigung angesichts global steigender Temperaturen helfen. Das Projekt ist eine Kooperation der Universitäten Heidelberg (Deutschland), Lausanne (Schweiz) und Nebraska-Lincoln (USA). Das Projekt ist zunächst als Pilotstudie ausgelegt und fokussiert sich auf vorbereitende Arbeiten zur Zirkondatierung und die Kooperationsanbahnung.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
Internationaler Bezug Schweiz, USA
 
 

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