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Ankauf eines Konvolutes von Briefen Theodor Fontanes an seinen Sohn Theodor und des Manuskripts von 'Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland' (1889)
Fachliche Zuordnung
Germanistische Literatur- und Kulturwissenschaften (Neuere deutsche Literatur)
Förderung
Förderung von 2007 bis 2008
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 50705166
Der Antrag gehört in das Förderprogramm "Erwerbung geschlossener Sammlungen und Nachlässe".Beantragt wird die Förderung des Ankaufs eines Konvolutes von 106 eigenhändigen Briefen Theodor Fontanes an seinen Sohn Theodor (1856 " 1933) aus der Zeit von 1868 " 1898 sowie einer eh. Handschrift des Gedichtes Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland, das 1889 zuerst veröffentlicht wurde. Das Manuskript trägt Entwurfscharakter. Beide Gegenstände galten bislang als verschollen. Das Briefkonvolut und das Gedichtmanuskript werden vom Auktionshaus Stargardt, Berlin, für die Auktion im Juni 2007 annonciert. Der hohe literarische Rang des Briefschreibers Fontane und die enge Verflechtung der Briefe mit dem literarischen (und journalistischen) Werk gebieten es, das in Rede stehende Briefkonvolut für die Forschung zu erhalten. Es stellt eine unverzichtbare Quelle dar für die Bewertung biografischer, soziokultureller und literarischer Fragestellungen.Das Gedicht ist eines der bekanntesten und beliebtesten deutschsprachigen Gedichte. Da es sich nicht um eine Reinschrift von der Hand des Dichters handelt, wie das bekannte Faksimile vermuten lässt, sondern um ein Textkorpus, das mehrere Überarbeitungsschichten aufweist, ist es für die philologische Forschung, insbesondere für textgenetische Fragestellungen von unermesslichem Wert. Das Theodor-Fontane-Archiv (TFA) wurde in das Blaubuch der Bundesregierung (2001 ff.) als ein Kultureller Gedächtnisort mit besonderer nationaler Bedeutung aufgenommen. Seit der Wiedervereinigung ist das TFA bundesweit die einzige öffentliche Einrichtung, die Fontane-Autographe sammelt und kauft.Bei dem Briefkonvolut ist von einem Gesamtpreis bis zu 369.000 " auszugehen. Im Rahmen einer Drittelfinanzierung u.a. mit der Staatsbibliothek zu Berlin wird für den Erwerb des Briefkonvolutes um eine Unterstützung aus Mitteln des Stifterverbandes bis zu einer Höhe von 123.000 " gebeten.Bei der Handschrift des Ribbeck-Gedichtes ist von einem Gesamtpreis bis zu 98.000 " auszugehen. Auch hier soll eine Drittelfinanzierung, an der sich die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und das Land Brandenburg beteiligen, den Erwerb möglich machen. Aus Mitteln des Stifterverbandes wird für die Ribbeck-Handschrift um Unterstützung bis zu einer Höhe von 32.666 " gebeten.
DFG-Verfahren
Informationsversorgung und FID (Wiss. Literaturversorgung und Informationssysteme)
Antragstellende Institution
Theodor-Fontane-Archiv
