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Entfremdungsbegriff und Ästhetik in der DDR - am Beispiel Wolfgang Heises
Antragsteller
Privatdozent Dr. Achim Trebeß
Fachliche Zuordnung
Germanistische Literatur- und Kulturwissenschaften (Neuere deutsche Literatur)
Förderung
Förderung von 1993 bis 2002
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5089672
Die geplante Publikation umfaßt eine Begriffsgeschichte des Begriffs "Entfremdung" und eine Analyse der Arbeiten Wolfgang Heises auf dem Gebiet der Ästhetik unter dem Blickwinkel des Entfremdungsbegriffs. Heiner Müller hat Wolfgang Heise als den einzigen ernstzunehmenden Philosophen der DDR bezeichnet - er ist aber vor allem als Ästhetiker bekannt geworden, und er ist bekannt geworden durch die Fundierung seine Arbeiten auf dem Entfremdungszusammenhang, der in der DDR-Wissenschaft weitgehend tabuisiert war. Heises bevorzugter Gegenstand waren Untersuchungen zur klassischen deutschen und romantischen Literatur, Philosophie und Ästhetik. Seine wichtigsten Arbeiten werden in der Publikation zum ersten Mal einer kritischen Revision unterzogen. Im Zusammenhang damit steht die Begriffsgeschichte, in der erstmals eine Diskussion begriffsgeschichtlicher Wendepunkte unter dem Blickwinkel der Widersprüche des 20. Jahrhunderts versucht wird. Die Begriffsgeschichte beginnt bei Aristoteles und endet bei Jean Baudrillard. Sie ist mit der ästhetischen Theorie Heises insofern verknüpft, als mit ihr der Problemhorizont entworfen wird, in dem Heise sich bewegte, zugleich ein Maßstab der Bewertung seiner Arbeiten entwickelt ist und viele der philosophischen und ästhetischen Positionen, mit denen Heise sich beschäftigt hat, bereits hier diskutiert werden.
DFG-Verfahren
Publikationsbeihilfen
