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Untersuchung von Metall-Isolator-Übergängen und Ladungsdichtewellen an reinen und adsorbatbedeckten Halbleiteroberflächen

Antragsteller Dr. Jens Braun
Fachliche Zuordnung Physik der kondensierten Materie
Förderung Förderung von 1997 bis 2001
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5104125
 
Eine Ladungsdichtewelle (CDW) ist eine periodische Umordnung von Ladung in einem Festkörper, die von entsprechenden Änderungen der elektronischen Bandstruktur (Metall-Isolator-Übergang) und einer periodischen Gitterverzerrung begleitet ist. Obwohl in Systemen mit bereits reduzierter Symmetrie das Auftreten von CDWs erwartet wird, liegen bislang für Oberflächen nur wenige Ergebnisse vor. In diesem Vorhaben sollen reine und mit dünnen Filmen bedeckte Halbleiteroberflächen auf das Vorhandensein von CDWs und Metall-Isolator-Übergängen untersucht werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die bereits bekannte CDW im System Sn/Ge(111), bei der mit dem Rastertunnelmikroskop (STM) der Einfluß struktureller Defekte studiert werden soll sowie die adsorbatinduzierte (3x1)-Rekonstruktin der Si(111)-Oberfläche. Im letzten Fall sind zusätzlich Untersuchungen mittels Elektronenenergieverlustspektroskopie (ELS) geplant. Ziel des in enger Zusammenarbeit mit Theoretikern durchzuführenden Vorhabens ist ein tieferes Verständnis des Zusammenhangs zwischen elektronischer und geometrischer Struktur von Festkörperoberflächen. Der Antragsteller erweitert dabei sein Wissen in einer der führenden Gruppen auf diesem Gebiet und macht sich mit zwei neuen Meßmethoden vertraut.
DFG-Verfahren Forschungsstipendien
 
 

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