Geankerte, zyklische Peptide zur Anwendung im Pflanzenschutz
Zusammenfassung der Projektergebnisse
Ziel dieses Projekts war die Entwicklung einer neuen Klasse von Insektiziden unter Verwendung von Molekülen auf Peptidbasis. Die Strategie umfasste die Kombination von zwei Komponenten: ein Ankerpeptid, das an Pflanzenoberflächen haftet, und ein insektizides Peptid aus der Familie der Cyclotides. MBP1 wurde aus einer Peptidbibliothek als ein geeignetes Ankerpeptid für Pflanzen identifiziert. MBP1 wurde dann mit Kalata B1 (kB1), einem Cyclotide, kombiniert, indem eine nicht-essentielle Region durch das Ankerpeptid ersetzt wurde. Versuche, dieses Molekül synthetisch (durch Festphasen-Peptidsynthese) oder rekombinant (E. coli) herzustellen, scheiterten, vermutlich aufgrund der hohen internen Instabilität, die sich aus der starren Struktur von MBP1 ergibt. Um die Produktionsprobleme zu überwinden, wurde eine neue Methode zur Erzeugung zyklischer Peptide aus rekombinanten Preproteinen entwickelt, die auf konditionalen Inteinen basiert. Durch die Verwendung von konditionalen Inteinen und einer Brückensequenz zur Flexibilisierung wurde eine kB1-MBP1-Chimäre erfolgreich hergestellt. Der hier etablierte Workflow wurde auch zur Herstellung von Wildtyp- Cyclotides verwendet, die sich als identisch mit nativen Peptiden erwiesen.
