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Tumor- und Immuninfiltrat-Heterogenität der MiT- Translokations-Nierenzellkarzinome im Mausmodell und dem Menschen

Fachliche Zuordnung Reproduktionsmedizin, Urologie
Förderung Förderung von 2022 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 510961958
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Translokations Nierenzellkarzinome (tRCC) sind seltene, aber aggressive Nierentumore, die vor allem jüngere Patienten betreffen. Sie entstehen durch Genfusionen, bei denen Teile der Gene TFE3 oder TFEB mit anderen Genen verschmelzen. Trotz ihrer Aggressivität gibt es bisher keine spezifischen Behandlungsmöglichkeiten für tRCC. Dieses Forschungsprojekt zielt darauf ab, neue Mausmodelle für verschiedene Formen von tRCC zu entwickeln und zu untersuchen. Dabei sollen vier Modelle verglichen werden, die jeweils eine andere Genfusion oder -überexpression aufweisen: TFEB, TFE3, NONO-TFE3 und ASPSCR1-TFE3. Mit Hilfe dieser Modelle untersuchen wir, wie sich die verschiedenen genetischen Veränderungen auf die Tumorentstehung, das Tumorwachstum und die Zusammensetzung des Tumormikromilieus auswirken. Konkret werden wir die Kinetik der Tumorentwicklung, die Morphologie der Tumore, die Genexpressionsprofile sowie die Zusammensetzung des Immunzellinfiltrats in den verschiedenen Modellen analysieren und vergleichen. Zudem werden wir die Ergebnisse mit Daten von menschlichen tRCC-Tumoren abgleichen.Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die Entstehung und Progression von tRCC besser zu verstehen. Dies könnte die Grundlage für die Entwicklung neuer, zielgerichteter Therapieansätze bilden. Langfristig erhoffen wir uns dadurch eine Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten und Prognose für Patienten mit dieser seltenen, aber aggressiven Krebsart. Das Projekt hat somit eine hohe Relevanz für Patienten mit tRCC. Es könnte den Weg für personalisierte Therapieansätze ebnen, die auf die spezifischen genetischen Veränderungen der individuellen Tumore zugeschnitten sind. Darüber hinaus liefert die Studie grundlegende Erkenntnisse über die Rolle von Genfusionen bei der Krebsentstehung, die auch für andere Tumorarten relevant sein könnten.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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