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Untersuchung der Effekte der repititiven transkraniellen Magnetstimulation bei Patienten mit Phantomschmerzen
Antragsteller
Privatdozent Dr. Babak Boroojerdi
Fachliche Zuordnung
Neurowissenschaften
Förderung
Förderung von 1998 bis 2000
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5112022
Phantomschmerzen stellen eine der häufigen Komplikationen nach Gliedamputationen dar. Epidemiologische Studien haben gezeigt, daß mehr als 95 % der Patienten nach traumatischer Gliedamputation die Sensation des Phantomgliedes beibehalten, und daß bei über 60 % der Patienten diese Phantomsensationen schmerzhaft sind (Phantomschmerz). Durch PET-Studien konnte nachgewiesen werden, daß das Phänomen des Phantomgliedes bei Patienten nach traumatischen Amputationen der oberen Extremität mit einer Überaktivität im parietalen Kortex verbunden ist. Diese Aktivität könnte im kausalen Zusammenhang mit dem Phantomschmerz stehen, oder nur ein Epiphänomen darstellen. Die niederfrequente repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) mit 1 Hz Reizfrequenz führt zu einer Inhibition der kortikalen Neurone (Chen et al. 1997). Mit Hilfe der niederfrequenten rTMS wird es möglich sein, eine Inhibition der parietelen Neurone zu induzieren, um die Rolle des parietalen Kortex bei dem Phänomen des Phantomschmerzes zu klären und den Schmerz zu behandeln. Diese Methode wird uns erlauben, das therapeutische Potential der rTMS bei einer Gruppe von Patienten anzuwenden, bei denen die Schmerzbehandlung mit verschiedenen peripher und zentral wirkenden Analgetika bisher nicht allzu erfolgreich gewesen ist. Somit kann ich in der Zukunft meine Erfahrungen bei der therapeutischen Nützbarkeit der rTMS nicht nur bei dieser Patientengruppe, sondern auch bei einer ganzen Reihe anderer neurologische Störungen, wie M. Parkinson, Dystonien, zentralen Schmerz etc. anwenden.
DFG-Verfahren
Forschungsstipendien
