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Die Bildtradition der Darstellung von Naturwissenschaften und Technik vom späten Mittelalter bis zum 19. Jh.

Antragsteller Professor Dr. Hans Holländer (†)
Fachliche Zuordnung Kunstgeschichte
Förderung Förderung von 1994 bis 2000
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5171516
 
Der Gegenstand dieser Arbeit sind Bilder, die sich auf Naturwissenschaften und Technik beziehen, ihre Entwicklung begleiten, erläutern und rechtfertigen. Der Zeitrahmen erstreckt sich vom späten Mittelalter bis zum Ende des 18. Jahrhunderts, in einigen Fällen etwas weiter zurück, in anderen bis ins 19. Jahrhundert hinein.In der Geschichte der Naturforschung und der Technik spielt bis heute die anschauliche Darstellung eine bedeutende Rolle. Seit dem späten Mittelalter haben diese Bilder sowohl an Zahl wie an Qualität und Mannigfaltigkeit der Gestalt und der Funktionen zugenommen. Sie begleiten die neuzeitliche Emanzipation der theoretischen Neugierde, die zugleich ein Innovationsantrieb war.Die Bilder repräsentieren einen Bereich, der von der Kunstgeschichte kaum wahrgenommen wurde und in der Wissenschaftsgeschichte meist nur 'illustrierend' verwendet wird. Die Innovation, die neue Erkenntnis, der neue physikalische Effekt, der Einfluß neuer Technik auf den Arbeitsort und der Industrialisierung auf die Landschaft, die Versuche, angesichts gewachsenen Wissens Ordnung in die 'Dinge der Welt' zu bringen, haben eine Fülle von Bildern erzeugt, die den Texten interpretierend zur Seite stehen, sie häufig erst verständlich machen.Es ist die Aufgabe dieses Unternehmens gewesen, diese Bildwelt zu analysieren und sie als Vergegenwärtigung einer Weltauffassung zu interpretieren, für die Kunst, Wissenschaft und Technik zusammengehörten. Es war auch zu zeigen, wie am Ende der umrissenen Epoche dieser Zusammenhang lockerer wird und sich schließlich auflöst in der Ästhetisierung der bildenden und der Funktionalisierung der technischen Künste.
DFG-Verfahren Publikationsbeihilfen
 
 

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