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Transmigration von Staphylococcus aureus aus dem Blut in den Urin: ein Weg zur frühen Sepsisdiagnostik?

Antragstellerin Dr. Franziska Schuler
Fachliche Zuordnung Klinische Infektiologie und Tropenmedizin
Medizinische Mikrobiologie und Mykologie, Hygiene, Molekulare Infektionsbiologie
Förderung Förderung von 2023 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 518834831
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Die Staphylococcus aureus Bakteriämie (SAB) ist eine häufige Erkrankung mit hoher 90-Tage-Mortalität (28–4 %). Viele Patient:innen (7.8–39 %) mit einer SAB scheiden die Bakterien über den Urin aus ohne Symptome einer Harnwegsinfektion zu haben (asymptomatische S. aureus Bakteriurie). Die kulturelle Diagnostik von Blutstrominfektionen, wie der SAB, dauert 1–2 Tage. Wir wollen erforschen, ob der Übertritt von S. aureus aus dem Blut in den Urin für die Entwicklung eines diagnostischen Schnellverfahrens (z. B. Lateral-Flow-Test) genutzt werden kann, da Urin ein einfach und schnell zu gewinnendes Material ist. Neben anzüchtbaren S. aureus Bakterienstämmen vermuten wir, dass bei SAB-Patient:innen S. aureus-spezifische Proteine im Urin nachweisbar sind. Mit Hilfe hochaufgelöster Massenspektrometrie (HRMS)-Analyse haben wir im Urinproteom von 45 SAB-Patient:innen (SAB-Gruppe) und 45 Patient:innen mit einer Blutstrominfektionen mit anderen Bakterien als S. aureus (NonSAB-Gruppe) nach S. aureus spezifischen Proteinen gesucht. Unter den Bedingungen der Studie konnten wir fünf Proteine von S. aureus nachweisen, die in der SAB-Gruppe konzentrierter vorkamen als in der NonSAB-Gruppe.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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