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Untersuchungen zur funktionellen Bedeutung des MeCP2-SIN3-Histondeacetylase-Komplexes im Replikationssystem von Xenopus laevis
Antragsteller
Dr. Walter Stünkel
Fachliche Zuordnung
Grundlagen der Biologie und Medizin
Förderung
Förderung von 1999 bis 2002
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5192986
Im Zuge der Embryonalentwicklung, aber auch bei Wachstums- und Differenzierungsprozessen muß der Fluß der genetischen Information gezielt reguliert und die Expression bestimmter Gene reprimiert werden. Um diesen reprimierten Status zu erreichen, existieren verschiedene Mechanismen, welche auch die Chromatinstruktur innerhalb des eukaryonten Zellkernes einschließen. Prozesse der Histondeacetylierung und DNS-Methylierung führen in einer kooperativen Weise zum gezielten 'Abschalten' von Genen. Kürzlich erhobene Befunde zeigen eine Interaktion von Histondeacetylasen, Korepressor-Proteinen und Proteinen, welche methylierte DNA binden. Interessanterweise wurde im Labor von Dr. Alan Wolffe eine weitere Interaktion dieser Proteine mit Komponenten der Replikationsmaschinerie gezeigt. Zu diesen Replikationsproteinen gehört der 'origin recognition complex' (ORC). Es ist bekannt, daß ORC eine duale Funktion bei der Verdoppelung der genetischen Information und bei der Repression der Transkription spielt. Primäres Ziel dieses Antrages ist, die funktionelle Bedeutung der Assoziation von Replikationsproteinen mit transkriptionellen Korepressorkomplexen zu untersuchen. Dies kann zu neuen Erkenntnissen führen, wie die Prozesse der Replikation und Transkription im dynamischen Kontext des Chromatins miteinander verbunden sind.
DFG-Verfahren
Forschungsstipendien
Internationaler Bezug
USA
